Am Donnerstag: Yeats klarer Favorit bei „Glorious Goodwood"
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 31 Juli 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Am dritten Tag von „Glorious Goodwood" gibt es wie bereits am Mittwoch einen klaren Favoriten, der von Aidan O'Brien in Irland trainiert wird. Die Rede ist von Yeats, dem seit Jahren zweifellos besten Extremsteher in Europa. Er bestreitet den „Royal Bank Of Scotland Goodwood Cup" um 16.30 Uhr deutscher Zeit und somit eines der drei Grupperennen am Donnerstag.
Yeats, der natürlich die Wahl von Stalljockey Johnny Murtagh ist, trifft in dem über zwei Meilen führenden und mit fast 100.000 Pfund dotierten Rennen auf zehn Gegner. Aus dem eigenen Stall kommt Honolulu. Dieser ist zwar frischer Sieger, aber beileibe nicht so gut wie der Favorit. Vielleicht agiert er als Pacemaker. Eine Platzierung könnte er erreichen, würde er auf eigene Rechnung laufen. Allegretto, Distinction und der diese Disziplin vor Jahren noch beherrschende Sergeant Cecil haben oft genug ihre Klasse bewiesen. Doppelt vertreten sind auch die Scheichs aus Dubai, sozusagen die ewigen Konkurrenten der Coolmore-Gruppe, die auf Yeats vertraut. Regal Flush steht über Sagara. Beide sind nur Außenseiter. Da könnte Peppertree Lane interessanter sein. Er entstammt der deutschen Zucht, verfügt über einiges Talent. Als versprechender Nachwuchs für diese Klasse gilt Mad Rush, der in seiner Karriere noch reinweg gar nichts falsch gemacht hat. Doch ob er oder die anderen Yeats besiegen können? Zweifelhaft. Schließlich ist dieser ein absoluter Siegtyp, hat 12 seiner bisher 16 Rennen gewonnen.
Interessanterweise sind die drei ersten Rennen des Nachmittags allesamt Grupperennen. Den Auftakt machen die Stuten um 15.15 Uhr in den „Moet Hennessy Fillies Stakes". Gute Chancen dürfte Folk Opera besitzen, die den Scheichs aus Dubai gehört. Seltsamerweise wurde die Dame oft unterschätzt, lief aber eigentlich immer gut. Die Fachpresse glaubt eher an die junge Arthur's Girl, doch sie war zuletzt in Newmarket bereits hinter Folk Opera. Auch Samira Gold und Hi Calypso wird etwas zugetraut. Sie kommen aus schwereren Rennen und sind fraglos eine Wette wert.
Eine knappe halbe Stunde später treten 13 Sprinter in den „Audi Stakes" an. Das beste Pferd ist Dandy Man. Er gehört Godolphin, also den mehrfach erwähnten Dubai-Scheichs. So einfach wie diesmal traf er es schon lange nicht mehr an. Ebenfalls aus ultraschweren Gruppe-I-Prüfungen kommen Moorhouse Lad, Enticing und der hoffentlich nicht seinem Namen entsprechend aussehende Fat Boy. Sie haben sicherlich ebenfalls Chancen. Tadellos ist die aktuelle Form von Crimson Fern und Befortyfour. Sie kommen aber aus viel einfacheren Rennen und müssen erst noch zeigen, ob sie in diese Klasse gehören. Andererseits: sollte das der Fall sein, könnte sich eine Wette auf sie lohnen, denn sie wird höher sein als bei den Favoriten.
Die restlichen vier Rennen sind wieder schwer zu bewettende Handicaps mit vielen Startern (18, 20 bzw. 22), bzw. Rennen 6 sieht unerfahrene Zweijährige am Start. All diese Rennen sind demnach wahre Wetträtsel. Wer den Sieger trifft, darf sich über eine hohe Quote freuen. Die Favoriten in der Reihenfolge der Rennen sind Khateeb, Adversity, Sanvean und Merlin's Dancer.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
