Transitions Championship
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/ Timm Goeller / 18 März 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
In dieser Woche findet auf der PGA Tour mit dem Transitions Championship ein eher weniger spektakuläres Turnier statt.
Vom 19. bis 22. März treffen sich die Profis im Innisbrook Resort and Golf Club in Tampa Bay, Florida und spielen um ein Gesamtpreisgeld von $5.4 Millionen.
Das Turnier wurde erst im Jahr 2000 unter dem Namen Tampa Bay Classic gegründet und hat seitdem eine relativ ungünstige Lage im Zeitplan der Tour.
So hat es in den ersten Jahren zeitgleich mit einem Turnier der WGC Serie stattgefunden, seit 2002 folgt immer in der Woche danach eines der größten Turniere. Auch in 2009 liegt es zwischen zwei WGC Turnieren und dem legendären Masters, worauf sich einige der Topspieler schon jetzt vorbereiten. Demnach ist das Teilnehmerfeld auch in diesem Jahr nicht ganz so stark, wenn auch in der Vergangenheit bereits namhafte Spieler wie Vijay Singh, Retief Goosen oder auch K.J. Choi (sogar zweifach) siegreich waren.
Als Titelverteidiger geht der Amerikaner Sean O'Hair an den Start, der im letzten Jahr bei diesem Turnier den zweiten Seig seiner Karriere erlangen konnte.
Favorit ist in dieser Woche der Amerikaner Jim Furyk. Der aktuell auf Position elf der Weltrangliste liegende Furyk begann seine Saison anders als die meisten Profis erst Mitte Februar in Pebble Beach und kam auch erst mal nicht wirklich in Schwung.
Seit dem Accenture Matchplay Championship jedoch zeigt er sich in guter Verfassung und es scheint, als habe er sein Spiel langsam aber sicher gefunden. Die beiden WGC Events in den letzten drei Wochen beendete er auf dem neunten und auf dem dritten Rang und verdiente dadurch mehr als $600.000. Derzeit liegt er auf Rang 26 im FedEx Cup mit 329 Punkten.
Von den Quoten bei Betfair gesehen ist Furyk deutlicher Favorit. Derzeit bekommt man auf einen Sieg des Amerikaners eine Quote von 13.5
Für fast zehn Punkte mehr, genauer gesagt zu einer Quote von 23, kann man derzeit auf einen Sieg des einzigen multiple Siegers in der Geschichte des Turniers, K.J. Choi, wetten.
Der Koreaner war in den Jahren 2002 und 2006 siegreich. Das schlechteste Ergebnis, was er bei diesem Turnier jemals erzielte, war ein geteilter sechster Rang!
In diesem Jahr kommt Choi bislang nicht wirklich in Fahrt. Erst einmal in sechs Turnieren schaffte er einen Platz unter den Top10 (Dritter bei der Northern Trust Open).
Weitere zwei Top15 Platzierungen bringen ihm derzeit etwas über $600.000 Preisgeld und einen 32. Platz im FedEx Cup Ranking. Für einen, der seit Jahren auf allerhöchstem Niveau spielt und derzeit 21. der Weltrangliste ist, ist das sicherlich noch etwas zu wenig.
Choi's Vorteil ist, dass er mit dem Platz sehr gut zurecht kommt und sein Spiel sehr gut zu dem Platz passt. Nicht umsonst schneidet er bei diesem Turnier meistens gut ab.
Aufgrund der Tatsache, dass Choi bi dem letzten regulären PGA Tour Event (die beiden danach waren WGC's) gezeigt hat, dass es ihn noch gibt und mit einem dritten Platz beweisen konnte, dass er weiterhin vorne mitspielen kann, sehe ich die Chancen für ihn hier gar nicht so schlecht.
Zur gleichen Quote, also ebenfalls 23, kann man den Vorjahressieger Sean O'Hair backen.
Für mich ist O'Hair hier einer der Topfavoriten, da er mit die beste Saison von allen spielt. Er liegt momentan auf Rang 14 im FedEx Cup und verdiente in sechs gespielten Turnieren bereits eine knappe Million US$.
Alle sechs Turniere beendete er unter den Top25, drei davon unter den Top10. Darunter der vierte Platz beim Mercedes Championship auf Hawaii, ein zehnter Platz beim Pro-Am in Pebble Beach und ein sensationeller fünfter Rang beim Accenture Matchplay vor drei Wochen.
Auch in der letzten Woche beim WGC-CA Championship präsentierte er sich in guter Verfassung und wurde 13., was bei einem derart starken Feld eine sehr gute Leistung ist.
Weiterhin ein guter Punkt, der für O'Hair spricht, ist, dass er genau an der gleichen Stelle im letzten Jahr gewann und somit als Titelverteidiger ins Rennen geht.
Derzeit bester Spieler im Feld dürfte der Oldie Kenny Perry sein.
Schon in der letzten Saison überraschte der Amerikaner, der im kommenden Jahr sogar schon für die Champions Tour spielberechtigt ist, mit drei Siegen, einem zweiten und einem dritten Platz und wurde in der FedEx Cup Gesamtwertung 15.
Auch in diesem Jahr hat er schon wieder einen Sieg auf seinem Konto. Im Februar gewann er die FBR Open in Arizona und strich ein Preisgeld von über einer Million US$ ein. Weitere drei Top10 Platzierungen in sechs Turniere bringen ihm einen derzeit vierten Rang im FedEx Cup mit 815 Punkten.
Jüngst konnte er beim CA Championship wieder einmal unter Beweis stellen, dass er noch mehr als mithalten kann und sicherte sich einen neunten Rang. Mittlerweile hat Perry sogar wieder den Sprung unter die Top10 der Weltrangliste geschafft, in der er sich aktuell auf Rang acht befindet. Er ist damit der älteste Spieler unter den Top50 der Welt, eine beachtliche Leistung.
Warum Perry hier nicht als Favorit gilt, sondern mit Quote 26 doppelt so hoch angesetzt ist wie Furyk, kann ich nicht verstehen. Für mich ein absoluter Toptipp für diese Woche!
Mit Mark Calcavecchia, Carl Pettersson und John Huston befinden sich drei weitere ehemalige Sieger dieses Events im Feld. Pettersson's bestes Ergebnis in diesem Jahr ist ein 17. Rang, er befindet sich im FedEx Cup derzeit auf Position 75. Er dürfte in seiner derzeitigen Verfassung hier keine Rolle spielen.
Calcavecchia ist überraschend gut unterwegs in 2009 und schaffte sogar schon zwei Top10 Platzierungen. Allerdings verpasste er auch zwei von fünf Cuts und befindet sich im FedEx Cup nur auf Rang 38.
Huston verpasste drei von sieben Cuts, sein bestes Ergebnis war ein 19. Platz im Januar und er liegt im FedEx Cup auf Rang 146. Ich bezweifle, dass er hier irgendetwas mit der Spitze zu tun haben wird.
Interessant finde ich hingegen die Quote 50 auf den Südafrikaner Retief Goosen.
Zwar liegt er nur auf Platz 37 im FedEx Cup und schaffte erst eine Top10 Platzierung bei fünf Turnieren (dritter Platz in Pebble Beach), jedoch hat er in der letzen Woche gezeigt, dass er sehr gut Golf spielen kann. Nach der ersten Runde führte er das CA Championship mit sieben unter Par an, ehe er drei katastrophale Runden hinterher spielte und am Ende 66. wurde.
Das Potential bei Goosen ist definitiv da, er muss es nur mal wieder drei bis viermal hintereinander abrufen können und die leichten Fehler vermeiden.