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Weltmeisterschaft

Nedbank Golf Challenge

Noch mehr Sport RSS / Timm Goeller / 28 November 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus

In dieser Woche findet ein sehr schönes Turnier auf der südafrikanischen Sunshine Tour statt.
Mit der Nedbank Golf Challenge wird vom 4. bis 7. Dezember 2008 das populärste afrikanische Turnier gespielt. Austragungsort ist der von Gary Player entworfene Sun City Country Club. Es handelt sich um einen Par 72 Platz, der mit einer Gesamtlänge von 7.162 Metern zu den längsten und spektakulärsten Golfplätzen der Welt zählt.
Wie jedes Jahr sind viele Topspieler der Weltrangliste hier in Sun City am Start, da die European Tour und die PGA Tour in dieser Woche keine Turniere spielen.
Sehr prominente Sieger hat das Turnier in der Geschichte zu bieten und man muss bis ins Jahr 1988 zurückschauen, bis man mit Fulton Allem den ersten unbekannteren Sieger findet.
Unter anderem triumphierten Bernhard Langer (zweimal), Seve Ballesteros (zweimal), Nick Price (dreimal), Ernie Els (dreimal), Jim Furyk (zweimal), Sergio Garcia (zweimal) und Retief Goosen.
Im letzten Jahr war der Südafrikaner Trevor Immelman siegreich und nahm $1.2 Millionen mit nach Hause. Er war der der fünfte südafrikanische Gewinner der letzten neun Jahre.

Die Besonderheit der Nedbank Golf Challenge ist, dass das Teilnehmerfeld nur zwölf Spieler umfasst und jeder der Spieler vier Runden Zählspiel absolviert. Sogar der letztplatzierte bekommt noch einen Scheck über $200.000.

Als Favorit geht wie in fast jedem Turnier, welches er bestreitet, der Spanier Sergio Garcia an den Start. Seit seinem Sieg bei der HSBC Champions Mitte November führt er den Race to Dubai der European Tour klar an. In einem Playoff konnte Garcia sich gegen Oliver Wilson durchsetzen und ließ einige Weltstars weit hinter sich im Feld. Die letzten vier Turniere beendete Garcia auf den Plätzen: 1, 1, 2 und 4. Kein anderer Spieler im Feld hat eine annäherungsweise so gute Bilanz wie der Spanier, der sich mittlerweile auf Rang zwei der Weltrangliste befindet. Die niedrige Quote von 3.5 bei Betfair ist demnach mehr als gerechtfertigt.

Wenn man die Quoten der Spieler betrachtet, ist der Schwede Henrik Stenson ärgster Konkurrent von Garcia. Stenson wurde beim besagten HSBC Champions fünfter und belegt derzeit Rang sieben im Race to Dubai. Durch Topergebnisse in den letzten Wochen und Monaten der vergangenen Saison konnte er sich mittlerweile auf Position zwölf in der Weltrangliste spielen. Gerade bei großen Events muss man immer mit Stenson rechnen.
Seine Form wird noch unterstrichen durch den Sieg in der letzten Woche beim Omega Mission Hills World Cup, bei dem er mit Landsmann Robert Karlsson den begehrten Titel der Viererweltmeisterschaft nach Schweden holte. Für Stenson bekommt man derzeit eine Quote um 7.8, für mich sehr gut spielbar.

Wie bereits erwähnt, hat auch Robert Karlsson den Sieg in der letzten Woche beim World Cup auf seiner Erfolgsliste stehen. Hinzu kommt, dass der Schwede die letzte Order of Merit der European Tour in der Geschichte gewinnen konnte mit über 2,8 Millionen erspielten Euro in der Saison 2008.
Nach einem gespielten Turnier in 2009 liegt er derzeit auf Rang 24 im Race to Dubai.
Die Hochform in diesem Jahr hatte Karlsson im September und Oktober, als er zwei Turniere hintereinander gewann und danach noch einmal Dritter wurde. Insgesamt ist Karlsson als sehr stark einzuschätzen und der Sieg in der letzten Woche dürfte ihm noch einmal Auftrieb geben.
Mittlerweile befindet er sich auf Rang sechs der Weltrangliste und ist damit drittbester Europäer.
Die Quote von 8.6 ist demnach etwas zu hoch angesetzt meiner Meinung nach.

Weiterhin im Feld befindet sich der Engländer Lee Westwood.
Er spielte eine gute Saison 2008 und wurde am Ende Dritter der Order of Merit. Die letzten Ergebnisse von Westwood können sich wirklich sehen lassen. Beim Abschlussevent der European Tour in Valderrama wurde er Vierter, weiterhin hat er noch zusätzlich drei Top10 Platzierungen aus den letzten vier Turnieren vorzuweisen.
In dieser Saison spielte Westwood noch kein Turnier, er ist also seit gut vier Wochen ohne Turnier unterwegs. Demnach zählt er hier nicht zu meinen engsten Favoriten und die Quote von 9.8 bei Betfair finde ich ziemlich niedrig.

Vorjahressieger Trevor Immelman hatte in der Saison 2008 außer seinem Masters Sieg im April überhaupt nichts Spektakuläres vorzuweisen. Zu viele verpasste Cuts ließen den Südafrikaner, der auf der PGA Tour beheimatet ist, nicht über einen 16. Rang in der FedEx Cup Gesamtwertung hinauskommen. Durch einen zehnten und einen 13. Platz war er überhaupt nur in letzter Minute berechtigt, alle vier Playoff Turniere spielen zu dürfen. Im letzten Jahr konnte er sich allerdings mit einer soliden Leistung hier bei diesem Turnier in einem hartumkämpften Finale gegen Justin Rose durchsetzen.
In der Saison 2009 spielte er bisher ein Turnier und beendete es auf dem 28. Rang.

Der Zweite des letzten Jahres, Justin Rose, kam in der letzten Zeit nicht so ins Spiel wie er es sich gewünscht hätte.
Nachdem er in 2007 die Order of Merit und das Volvo Masters noch für sich entscheiden konnte, landete er in 2008 gerade mal auf Rang 81. Gleichzeitig spielte er auf der PGA Tour, wo er jedoch auch keine großen Erfolge verzeichnen konnte. Den FedEx Cup beendete er lediglich auf Rang 114.
Ich sehe hier überhaupt keine Siegchance für Rose, die Lay-Quote von 14 bei Betfair gefällt mir mehr als gut.

Weitere Spieler im Feld sind: K.J. Choi, Kenny Perry, Miguel Angel Jimenez, Rory Sabbatini, Luke Donald und James Kingston.
Beste Chancen dieser Außenseiter sehe ich beim Spanier Jimenez, der letzte Woche beim World Cup mit Pablo Larrazabal zweiter werden konnte und nur hinter den starken Schweden blieb. Kenny Perry sowie Luke Donald haben seit mehreren Wochen nicht mehr gespielt und dürften hier keine großen Rolle spielen.
Aus deutscher Sicht ist leider kein Spieler am Start.

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