GOLF - Travelers Championship
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/ Timm Goeller / 18 Juni 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Vom 19. - 22. Juni findet auf der PGA Tour das Travelers Championship statt.
Gespielt wird in dieser Woche auf dem TPC at River Highlands in Cromwell, Connecticut.
Das Turnier ist aufgrund des ungünstigen Zeitpunktes unmittelbar nach der U.S. Open nicht sehr spektakulär und erweckt bei den Topstars kein großes Interesse.
Dies ist aber eine gute Chance für junge Spieler, gute Ergebnisse zu sammeln oder auch mal einen Überraschungssieg zu landen.
So geht in dieser Woche bei dem mit $6 Millionen dotierten Turnier Hunter Mahan als Titelverteidiger an den Start, der im letzten Jahr hier in Cromwell seinen ersten Turniersieg auf der PGA Tour einfahren konnte.
Der Sieger in diesem Jahr bekommt einen Scheck in Höhe von $1.08 Millionen.
Gespielt wird wie üblich ein Zählspiel über vier Runden mit einem Cut nach zwei Runden.
Geschichte:
Das Turnier existiert bereits seit dem Jahr 1952. Gegründet wurde es damals unter dem Namen Insurance City Open. 1967 dann wurde es unter dem Hauptsponsor Canon in die Greater Hartford Open mit Beinamen des Entertainers Sammy Davis Jr., der hier des Öfteren Pro-Am's mitspielte, umbenannt.
Das von 2004-2006 unter dem Namen Buick Championship bekannte Turnier wird nun seit dem Jahr 2007 als Travelers Championship ausgetragen.
Der Turnierrekord stammt aus dem Jahr 1982 von Tim Norris. Er benötigte für die vier Runden damals nur 259 Schläge und blieb somit unglaubliche 25 unter Par.
Bekannt ist das Turnier auch dafür, dass jedes Jahr sehr schöne Charity-Aktionen gestartet werden. So konnten seit 1952 schon über $25 Millionen an umliegende Gesellschaften gespendet werden.
Platz:
Der TPC at River Highlands ist ein sehr alter Platz, welcher schon im Jahr 1928 von Robert Weed designed und unter dem Namen Edgewood Country Club gebaut wurde.
Im Jahr redesignte Pete Dye den Kurs; seitdem trägt er auch erst den Namen und gehört der Gruppe der Tournament Player's Clubs an.
Es handelt sich um einen Par 70 mit einer Gesamtlänge von 6.820 Yards; damit hat er eine durchschnittliche Länge der Kurse auf der Tour.
Der Platz ist eine Mischung aus Linkscourse und Waldplatz und bietet somit eine gelungene Abwechslung für die Profis. Er ähnelt sehr dem South Course in Torrey Pines, auf dem in der letzten Woche die U.S. Open ausgetragen wurde.
Der beste Platz Connecticuts und einer der Top 100 der USA hat zurecht schon einige Awards gewonnen.
Ähnlich wie im Augusta National Country Club hat auch der TPC at River Highlands eine Art „Amen Corner". Die Bahnen 15-17, genannt Golden Triangle, schlängeln sich um einen vier Hektar großen See und bringen einige Tücken und schwierige Schläge mit sich.
Laut Stewart Cink sind diese drei Löcher plus die 18. Spielbahn die vier schönsten und interessantesten Schlusslöcher der ganzen Welt.
Teilnehmerfeld:
In dieser Woche kann man die Topstars und damit die zu den Favoriten zählenden Spieler an einer Hand abzählen. Vijay Singh, der zurzeit allerdings in keiner guten Verfassung ist, wird bei den Buchmachern neben Stewart Cink, der in der letzten Woche wieder einmal eine gute Performance bei der U.S. Open hinlegen konnte, favorisiert.
Auch Kenny Perry ist nach seiner einwöchigen Pause wieder zurück im Feld, und zählt dank seiner bisher großartigen Saison auf jeden Fall zum Favoritenkreis.
Ebenfalls sehr stark schätze ich in dieser Woche den Schweden Carl Pettersson ein. Ein toller sechster Platz in der letzten Woche und ein Zehnter in der Woche davor katapultierten ihn förmlich auf den 43. Rang im FedEx Cup. Pettersson hat schon einige gute Turniere in diesem Jahr gespielt. Viermal fand man ihn am Ende der Woche unter den Top10.
Von den „Youngsters" sind in dieser Woche neben Justin Rose und Titelverteidiger Hunter Mahan noch Ryan Moore, J.B. Holmes oder auch D.J. Trahan am Start.
Ehemalige Sieger:
Mit Arnold Palmer und Sam Snead konnten bereits in den ersten vier Jahren zwei Golflegenden den Titel gewinnen. Palmer konnte 1960 sogar noch einen zweiten Sieg einfahren und ist damit einer von nur fünf Spielern, die das Turnier mehrfach für sich entscheiden konnten.
Rekordhalter in dieser Bilanz ist Billy Casper, der von 1963 bis 1973 insgesamt viermal gewinnen konnte.
Als Sieger der „Neuzeit" stehen unter anderem Paul Azinger oder auch der diesjährige Favorit Stewart Cink in der Liste.
Prominentester Sieger allerdings ist mit ebenfalls zwei Siegen in den Jahren 2001 und 2002 Phil Mickelson.
Ich denke, dass Stewart Cink so langsam mal wieder reif ist für einen Sieg. Er ist in dieser Saison der beste Spieler von denen, die noch kein Turnier gewonnen haben, spielt aber beständig vorne mit. Er hat in diesem Jahr schon 6 Top10 Platzierungen erreicht und über $2.5 Millionen an Preisgeld verdient.
Ebenfalls eine erneut gute Leistung erwarte ich von Kenny Perry, der nach seinen vergangenen sehr guten Turnieren in der letzten Woche bei der U.S. Open pausierte und jetzt wieder vollgetankt an den Start geht.
Jedoch ist nicht auszuschließen, dass auch in diesem Jahr wieder ein junger, frischer Spieler gewinnt, den keiner auf der Rechnung hat. Insofern ist es gar nicht mal verkehrt, auf Spieler wie Heath Slocum, Johnson Wagner oder John Mallinger zu tippen.