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Golf - Merrill Lynch Shootout

Noch mehr Sport RSS / Timm Goeller / 12 Dezember 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus

In dieser Woche findet das nächste Turnier statt, welches im Viererformat ausgetragen wird.
Golflegende Greg Norman lädt vom 11. bis 14. Dezember die beste Spieler der Welt zur 20. Ausgabe des Merrill Lynch Shootout in den Tiburon Golf Club nach Naples, Florida ein.
Gespielt wird ein Zählspiel über 54 Löcher, also drei Runden, jeweils im Viererformat.
Am ersten Tag wird der klassische Vierer gespielt, bei dem zwei Spieler streng abwechselnd den Ball schlagen. Die zweiten 18 Löcher werden dann im „Best Ball" Format gespielt; beide Spieler des Teams spielen ihre eigene Runde und das bessere Ergebnis pro Loch zählt. Der krönende Abschluss wird dann der „Scramble" in der dritten Runde werden. Hierbei können sich die Spieler jeweils den besseren Ball aussuchen und von dieser Stelle wieder beide schlagen, somit kommen natürlich im Scramble immer die besten Ergebnisse zustande, da man zwei Chancen pro Schlag hat.
Qualifiziert haben sich für das Turnier die besten der PGA Tour Geldrangliste und der „Career Moneylist". Desweiteren spielen die Titelverteidiger Woody Austin und Mark Calcavecchia sowie neun eingeladene Gäste mit.
Greg Norman lässt es sich nicht nehmen, bei seinem eigenen Turnier auch im 20. Jahr hintereinander an den Start zu gehen. Sein Spielpartner in dieser Woche wird der Kolumbianer Camilo Villegas sein.

Als Favoriten gehen bei dem mit $2.9 Millionen dotierten Turnier die Briten Ian Poulter und Graeme McDowell an den Start.
McDowell fängt in der Saison mehr oder weniger so an, wie er in der vorherigen aufgehört hat. Zwei Turniere spielte er bisher und liegt nach einem elften und einem 16. Rang auf Position 16 im Race to Dubai. Ebenso wie der Engländer Ian Poulter feiert auch McDowell sein Debut bei diesem traditionellen Event. Poulter startete mit einem 14. Platz beim HSBC Champions in die Saison 2009 und liegt mit diesem bisher einzigen Turnierstart auf Rang 25 im Race to Dubai. Er konnte allerdings noch zwei gute Platzierungen auf der Asian Tour einfahren, deren Punkte und Preisgeld jedoch nicht für die European Tour gilt. Derzeit gibt es für das Paar eine Quote von 7.0 bei Betfair.

Ebenfalls Quote 7.0 erhält man für die Paarung Zach Johnson und Scott Verplank. Meiner Meinung nach sind die beiden aber viel zu stark eingeschätzt und einer Quote von 7.0 absolut nicht würdig.
Zach Johnson spielte eine ganz miese Saison 2008. Zwar gelang ihm ein Sieg, dieser jedoch bei einem Turnier, welches schon in der fall series stattgefunden hat und damit nicht mal mehr zur offiziellen PGA Tour Saison zählt. Das nächstbeste Turnier war im März des Jahres ein geteilter neunter Rang beim CA Championship. Insgesamt konnte Johnson in dem Jahr nur $1.6 Millionen Preisgeld gewinnen und wurde gerade einmal 131. im FedEx Cup, eine ganz schwache Leistung für den ehemaligen Masters Sieger von 2007.
Viel anders lief es für Scott Verplank auch nicht. Seine beste Platzierung in 2008 war ein geteilter dritter Rang, allerdings auch schon in der fall series. Es folgen nur noch zwei weitere Top10 Platzierungen in 24 Turnierstarts. Weshalb die beiden Amerikaner hier als Mitfavoriten gelten, ist mir ein Rätsel. Es bietet sich deshalb ein Lay zu einer Quote von 7.4 an.

Ein weiteres rein amerikanisches Paar bilden J.B. Holmes und Boo Weekley.
Holmes beendete den FedEx Cup 2008 auf Rang 38 mit knappen $2.2 Millionen an Preisgeld. Zwei Turniere konnte er im Jahr 2008 gewinnen, eines davon war die FBR Open im Februar, das andere der Ryder Cup mit dem amerikanischen Team, zu welchem er mit die meisten Punkte beisteuerte.
Sein letztes Turnier spielte Holmes vor vier Wochen. Bei der Children's Miracle Network Classic wurde er 25.
Sein Spielpartner Weekley spielte eine ganz ähnliche Saison wie Holmes. Er verdiente knappe $200.000 mehr und lag somit nur ein paar Plätze vor Holmes in der Gesamtwertung des FedEx Cups.
Auch Weekley konnte neben dem Ryder Cup noch ein anderes Turnier für sich entscheiden. Beim Verizon Heritage war er erfolgreich und spielte sich eine knappe Million ein. Die Children's Miracle Network Classic war auch Weekles's letztes Turnier. Derzeit sind alle Amerikaner nicht wirklich im Spielfluss, falls sie nicht auf der Asian- oder Sunshine Tour unterwegs sind, da die PGA Tour erst wieder im Januar beginnt.
Die Quote von 7.8 bei Betfair für mich deshalb auch etwas zu niedrig.

Die nächste sehr interessante Paarung besteht aus Stewart Cink und Fred Couples.
Cink spielte eine fantastische Saison 2008! Bereits am Anfang des Jahres hat man gesehen, dass er in diesem Jahr durchaus heiß laufen könnte, und so geschah es dann auch.
Anfang des Jahres schaffte er innerhalb von zehn Turnieren acht Top10 Platzierungen, wurde unter anderem jeweils Zweiter beim Accenture Matchplay Championship und beim PODS Championship.
Mitte Juni folgte endlich der erste Sieg, im September mit dem Ryder Cup dann der zweite.
Komplettiert werden die knappen $4 Millionen Preisgeld durch den zweiten Platz beim Wendy's 3-Tour-Challenge vor drei Wochen.
Für Couples, der mittlerweile schon zum alten Eisen auf der Tour gehört, lief es Mitte der Saison ein paar Wochen unerwartet gut. Mit einem vierten und einem achten Rang innerhalb von drei Wochen schaffte er bis Mitte des Jahres vier Top15 Platzierungen, die ihm schon keiner mehr so recht zugetraut hätte. Ende der Saison verpasste er dann jedoch drei Cuts und musste beim Children's Miracle Network Classic sogar nach Runde eins aufgeben. Summa summarum bleibt ihm für das Jahr 2008 ca. $1 Million Preisgeld und ein 118. Platz im FedEx Cup. Im letzten Jahr wurde Couples mit Landsmann John Daly bei diesem Turnier neunter von zwölf.

Meine Favoritenpaarung für dieses Jahr lautet: Greg Norman & Camilo Villegas.
Norman ist als Gastgeber bereits zum zwanzigsten Mal hintereinander am Start. Im letzten Jahr wurde er mit Bubba Watson Zweiter. Nur ein gelochter 15 Meter Putt am letzten Loch von Woody Austin kostete Norman/Watson ein Stechen.
Obwohl Norman eigentlich gar nicht mehr richtig aktiv spielt, blitzt er doch ab und zu nochmal auf. So führte er zum Beispiel in diesem Jahr drei Runden lang die British Open an und es schien, als sei ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen, ehe er in der letzten Runde all das, was er die Tage zuvor erarbeitet hatte, verlor und am Ende leider nur Dritter wurde. Immerhin spielte er noch vier weitere Turniere auf der amerikanischen Champions Tour. Allesamt beendete er unter den Top10.
Norman wird wie in jedem Jahr bei seinem eigenen Turnier, bei dem er bislang immer gut abgeschnitten hat, hochmotiviert sein und hat mit Villegas genau den richtigen Spielpartner an der Seite.
Zu Villegas kann man eigentlich nur sagen, dass er eine absolute Traumsaison gespielt hat und für mich ist er neben Sergio Garcia definitiv der Spieler des Jahres.
Niemand hätte erwartet, dass er plötzlich einen derartigen Durchbruch schafft und ausgerechnet seinen ersten Turniersieg bei einem ganz wichtigen Playoff Turnier feiert. Nicht genug: in der Woche darauf gewann er direkt noch das letzte Playoff Turnier und das Abschlussevent der PGA Tour, bei dem nur die 30 besten Spieler des Jahres überhaupt teilnehmen dürfen.
Insgesamt wurde Villegas dann am Ende verdienter Zweiter in der Gesamtwertung des FedEx Cups hinter Vijay Singh. Die letzten drei Ergebnisse von Villegas waren zwei Siege und ein dritter Platz.
Desweiteren hat er noch ein paar Turniere auf der European- und der Asian Tour gespielt, bei denen auch in der Regel gute bis sehr gute Ergebnisse zustande kamen.

Für mich ist die Siegquote von 10.0 auf Norman/Villegas die Wette der Woche, denn ich sehe sie aufgrund der Stärke Villegas' und der Erfahrung Norman's als deutlichen Favorit.

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