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Weltmeisterschaft

Buick Open, 26. bis 29. Juni

Noch mehr Sport RSS / Timm Goeller / 25 Juni 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus

In dieser Woche ist die PGA Tour zu Gast im Paradies.
So zumindest bezeichnet Golfautor Dave Shedloski den Platz Warwick Hills, auf dem vom 26.-29. Juni mit der Buick Open das bereits dritte von Buick gesponsorte Turnier der PGA Tour in diesem Jahr ausgetragen wird.
Nicht ganz so wichtig ist dieses Turnier für den PGA Kalender und auch der Hauptsponsor findet seine anderen beiden Turniere offensichtlich interessanter.
In dieser Woche gibt es nämlich mit einem Gesamtpreisgeld von $5 Millionen und einem Siegerscheck in Höhe von $900.000 verhältnismäßig wenig zu gewinnen.
Als Titelverteidiger geht der eher unbekannte Spieler Brian Bateman an den Start, der sich im letzten Jahr mit nur einem Schlag vor Justin Leonard, der in diesem Jahr als Favorit gilt, durchsetzen konnte.

Geschichte:
Bereits seit dem Jahr 1958 zählt die Buick Open zu den offiziellen Turnieren der PGA Tour.
Schon damals wurde im Warwick Hills Golf Club in Grand Blanc gespielt.
Nachdem 1969 professionelle Golfturniere im Gebiet Michigan keinen Zuspruch mehr fanden und vorerst gestrichen wurden, fanden dort nur noch kleine Turniere statt, die nicht mal der PGA Tour angehörten.
Ab 1977 wurde die Buick Open dann wieder ausgetragen und zwar für ein Jahr auf dem Flint Elks Country Club, bevor es im Jahr 1978 wieder zurück nach Warwick Hills kam, wo es bis heute ausgetragen wird.
Der Turnierrekord stammt aus dem Jahr 1987, in dem Robert Wrenn den Platz förmlich auseinandernahm. Er konnte das Turnier damals mit einem Ergebnis von 26 unter Par beenden.

Platz:
Der Warwick Hills Golf Club in Grand Blanc, Michigan ist ein Par 72 mit einer Gesamtlänge von 7127 Yards und gilt damit als einer der kürzeren Plätze, auf dem professionelle Turniere ausgetragen werden.
Aufgrund der tollen Lage und den abwechslungsreichen Löchern ist Warwick Hills immer einen Besuch wert und lockt viele Spieler sowie Zuschauer an.
Im Jahr 1957 wurde der Kurs von James Gilmore Harrison entworfen und gebaut, 1968 dann redesigned und umgebaut von dem bekannten Golfplatzarchitekten Joe Lee.
Der Platz gehört in allen Ranglisten zu dem Besten, was die Vereinigten Staaten zu bieten haben. Besonders die Grüns gelten als die tollsten und gepflegtesten auf der gesamten Tour. Durch ihre Größe sind sie nicht leicht zu spielen, was guten Puttern einen Vorteil verschafft.
Signature Hole dieses fantastischen Platzes ist das 17. Loch, ein Par 3 mit einer Länge von 197 Yards.
Ähnlich wie an der 17 in Sawgrass oder der 16 in Scottsdale ist hier die Stimmung der Fans immer am größten. Die Spieler werden teilweise schon während des Schwunges bejubelt oder auch ausgepfiffen. Einen schlechten Schlag sollte man sich hier nicht erlauben.
Der Platz gilt als der einfachste, den die Spieler jedes Jahr zu Gesicht bekommen, was sich unschwer an den Ergebnissen erkennen lässt (siehe Turnierrekord).
Dies ist auch mental ein wichtiger Aspekt für die Spieler. Wenn sie wissen, dass man noch viele Birdies spielen muss, um sich an der Spitze zu behaupten und sicheres Spiel nicht belohnt wird. Das verlangt Aggressivität bei den Schlägen und somit viele spektakuläre Aktionen, weshalb die meisten Golffans hier auf die Anlage kommen. Zu erwarten ist auch in diesem Jahr ein super Ergebnis und viele tolle Schläge.

Teilnehmerfeld:
In den letzten Jahren, als das Turnier zeitlich noch zwischen der British Open und der PGA Championship im Juli lag, haben viele hochklassige Spieler bei der Buick Open aufgeteet um sich entweder mit einem kleinen Turnier nach der British Open zu entspannen oder sich auf das vierte und letzte Major des Jahres, die PGA Championship, vorzubereiten.
Dadurch, dass das Turnier jetzt auf Ende Juni verlegt wurde, ist dies nicht mehr der Fall, da sich viele Spieler jetzt für die großen Turniere im Juli und August regenerieren, um dann topfit an den Start gehen zu können.
Highlight der letzten Jahre war natürlich immer wieder die Teilnahme Tiger Woods', dessen Sponsor unter anderem Buick ist.
Eigentlich hatte er auch für dieses Jahr trotz des ungünstigen Zeitpunktes zugesagt, jedoch musste er kurzfristig wieder absagen, da die Anstrengung und der Sieg bei der U.S. Open, die immerhin durch das Stechen über fünf Tage ging, nicht spurlos an seinem frisch operierten Knie vorbeiging.
Woods muss erneut operiert werden und wird in diesem Jahr kein Turnier mehr spielen können.
Der Favoritenkreis beschränkt sich in dieser Woche somit meiner Meinung nach auf drei Spieler.
Mit Jim Furyk, Kenny Perry und Justin Leonard treten die Nummer 22, 4 und 5 an.
Dass Kenny Perry sich in einer glänzenden Verfassung befindet, ist kein Geheimnis. Einen Sieg konnte er hier in Warwick Hills sogar im Jahr 2001 schon einfahren.
Leonard konnte im Jahr 1996 gewinnen und Furyk 2003. Dazu wurde er sogar noch zweimal Zweiter.
Somit haben diese drei Spieler schon einen gewissen Vorsprung auf die jungen heranwachsenden Profis wie z.B. Heath Slocum, der bei den Onlinewetten an vierter Stelle gehandelt wird.
Aus deutscher Sicht sieht es wie immer relativ mau aus. Einziger Deutscher im Feld ist Alex Cejka, der in den letzten Wochen tolles Golf gespielt hat und gute Platzierungen einfahren konnte.
Letzte Woche im heimischen München konnte er nach einem super Wochenende einen 16. Rang bei der BMW International Open, die in der 20. Ausgabe mit Martin Kaymer zum ersten Mal einen deutschen Sieger trägt, verbuchen.

Ehemalige Sieger:
Führender in der Rangliste der Siege der Buick Open ist Vijay Singh. In den Jahren 1997, 2004 und 2005 konnte er hier triumphieren und hält damit alleinig den Rekord dicht gefolgt von Tiger Woods, der es bereits zweimal schaffte in den Jahren 2002 und 2006.
Dies sind auch schon die prominentesten Sieger, die die Buick Open vorzuweisen hat. Einzelne Siege von Rocco Mediate, Fred Couples oder den drei oben genannten diesjährigen Favoriten sind da nur Nebensache.

Meiner Meinung nach wird hier abermals die „Big 5" bestehend aus Furyk, Perry, Leonard, Slocum und Snedeker gegenüber dem Rest des Feldes triumphieren.
Furyk rechne ich von allen die größten Chancen aus. Er spielt gerne in Warwick Hills und der Platz ist wie geschaffen für ihn. Unter Beweis hat er dies in den letzten Jahren gestellt, da er bei diesem Turnier immer gut abschnitt.
Allerdings wäre es auch so langsam mal wieder Zeit für einen Außenseitersieg. Den traue ich am ehesten Spielern wie Tommy Armour, Alex Cejka oder auch Kevin Streelman zu.
Ich bin mal gespannt, wie sich die Turnierwoche entwickelt und wer nach Stewart Cink der zweite Sieger AT (Absent Tiger) wird. Hierbei handelt es sich um eine neue Zeitrechnung nach der Verletzung der scheinbar unschlagbaren Nummer 1 der Welt, seit dieser nicht spielen kann.


© by Timm Göller

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