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Verizon Heritage

Golf RSS / Timm Goeller / 15 April 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Nachdem der große Hype des Masters in der vergangenen Woche nun rum ist und mit dem Argentinier Angel Cabrera einen Überraschungssieger nach sich zieht, geht es in der Woche vom 16.-19. April mit dem Verizon Heritage etwas ruhiger auf der PGA Tour zu.
Die Geschichte des Turniers geht zurück bis ins Jahr 1969, als kein geringerer als Arnold Palmer die damalige Heritage Golf Classic gewinnen konnte.
Gespielt wird schon von Beginn auf dem Harbour Town Golf Links in Hilton Head, South Carolina. Der Platz zählt zu den schönsten des Landes und gilt als bester Platz in South Carolina.
Entworfen wurde er von Stararchitekt Pete Dye in Kooperation mit Jack Nicklaus. Die Profis haben es mit einem knapp 7.000 Yards langen Par 71 Course zu tun, der einige Tücken mit sich bringt.
Als Titelverteidiger geht in dieser Woche Boo Weekley an den Start, der versuchen wird, hier bereits das dritte Mal in Folge zu gewinnen. Selbst mit seiner erfolgreichen Titelverteidigung 2008 hat er sich bereits in die Geschichte geschrieben, da dies vor ihm erst zwei Spieler schafften.

Als Favorit geht der Amerikaner Jim Furyk an den Start.
Furyk spielt bislang eine durchschnittliche Saison mit drei guten Ergebnissen. Beim WGC - CA Championship wurde er Dritter, beim Accenture Matchplay Neunter und in der letzten Woche beim Masters Zehnter, was wohl am ehesten der Grund für die Favoritenrolle sein dürfte. In Augusta konnte er über drei Runden gut mithalten und spielte sogar noch um den Sieg mit am Sonntag, jedoch gelang ihm nur eine 73er Schlussrunde, mit der er auf das Feld locker vier bis fünf Schläge verlor.
Insgesamt liegt Furyk nach sieben gespeilten Turnieren in diesem Jahr auf Rang 30 im FedEx Cup, was seiner derzeitigen Weltranglistenposition (13) noch nicht gerecht wird.
Was für Furyk spricht, ist, dass er bei diesem Turnier in den Jahren 2005 und 2006 jeweils Zweiter wurde und im letzten Jahr Vierter. Hinzu kommen die drei guten Ergebnisse bei den großen Turnieren in diesem Jahr, was die Quote bei Betfair von 16.5 meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt.
Für mich ist Furyk hier einer der besten Spieler im Feld, ob es allerdings für einen Sieg reichen wird, ist fraglich.

Camilo Villegas zählt ebenfalls zu den Favoriten, auch wenn man in diesem Jahr noch nicht sonderlich viel von ihm hörte. Eigentlich merkwürdig, da er die Green in Regulation Statistik der PGA Tour nach der letzten Woche anführt. Gerade diese Statistik ist für den Harbour Town Golf Links sehr wichtig und aussagekräftig, die die Grüns schwer anzuspielen sind und man oft ums Par kämpfen muss, sollte man das Grün nicht treffen.
Villegas spielte das Event bisher dreimal und verbesserte sich von Jahr zu Jahr. Im letzten Jahr gelang ihm mit dem geteilten siebten Platz sein bestes Ergebnis.
Insgesamt liegt der Kolumbianer in dieser Saison auf Rang 23 im FedEx Cup mit drei Top10 Platzierungen und einem verpassten Cut. Erfreulich ist, dass alle drei Top10 Platzierungen bei wichtigen großen Turnieren erzielt wurden (beide WGC's und das Buick Invitational). Trotzdem verlor er seit seinen beiden fantastischen Siegen Ende 2008 drei Plätze in der Weltrangliste, in der er aktuell auf Rang zehn geführt wird.
Die Quote auf Villegas beläuft sich auf 17.5.

Davis Love III ist der erfolgreichste Spieler in der Geschichte des Verizon Heritage. Neben seinen insgesamt fünf Siegen zwischen 1987 und 2003 erreichte er hier weitere sechs Top10 Platzierungen, was einsame Spitze ist. Solche Bilanzen kennt man sonst fast nur von Woods bei diversen Turnieren.
Eigentlich passt das Spiel Love's nicht ganz zu dem Platz, nichtsdestotrotz hat er hier fünfmal gewonnen. In diesem Jahr konnte er noch nicht allzu viel gutes Golf zeigen. Lediglich ein zweiter Platz beim Mercedes Benz Championship hat Love vorzuweisen. Die nächstbesten Turniere waren ein 13. Platz bei der Honda Classic und das Aus in der zweiten Runde beim Matchplay.
Ich nehme an, dass Love hier um eine Top10 Platzierung mitspielen kann, für den Sieg wird es aber wohl nicht reichen, da er in diesem Jahr einfach zu unkonstant spielt. Die quote 42 auf Sieg eignet sich in meinen Augen daher nicht so gut wie die 4.8 auf eine Top10 Platzierung, in welcher ein gewisser „value" steckt.

In der letzten Woche zwar etwas enttäuschend, dennoch sehr gut in Form zeigt sich Paul Casey.
Wobei man das „gut in Form" noch differenzieren muss. Es gibt weitaus schlimmeres als einen 20. Platz beim größten und wichtigsten Golfturnier weltweit, jedoch hat er sich selber sicherlich mehr vorgenommen, konnte er doch kurz zuvor seinen ersten Sieg auf der PGA Tour feiern.
Nach vier gespielten Turnieren auf der amerikanischen Tour liegt Casey auf Rang fünf im FedEx Cup mit exakt 900 Punkten. Über $2 Millionen verdiente er schon an Preisgeld und liegt mittlerweile auf Rang sieben in der Welt. Hinzu kommen noch weitere Topergebnisse von der European Tour, in dessen Race to Dubai er auf Rang zwei liegt. Auch in Europa war Casey in diesem Jahr schonsiegreich (Abu Dhabi Championship).
Wenn das so weiter geht, könnte 2009 das Jahr des Paul Casey werden.
Für mich ist Casey in seiner derzeitigen Verfassung ein ganzheißer Tipp und zu Quote 24 absolut spielbar.

Mit Boo Weekley, Stewart Cink oder auch Justin Leonard sind weitere Ex-Champions dieses Events am Start.
Weekley gewann in den Jahren 2007 und 2008, Cink 2000 und 2004 und Leonard 2002.
Weekley mag zwar bei diesem Turnier eine außergewöhnliche Bilnz haben, jedoch konnte er mich in der laufenden Saison noch nicht wirklich überzeugen. Mit nur einer einzigen Top10 Platzierungen in acht Turnierstarts liegt er gerade einmal auf Platz 81 im FedEx Cup. Von den letzten fünf Turnieren war sein bestes Ergebnis ein 52. Rang, unter anderem verpasste er den Cut in der letzten Woche beim Masters.
Auch der sympathische Stewart Cink konnte mich erst in einem Turnier der Spielzeit überzeugen. Und zwar, als er beim Accenture Matchplay das Finale verpasste und Dritter wurde. Cink liegt auf Rang 41 im FedEx Cup.
Vier Plätze besser steht Justin Leonard da, dessen bestes Saisonergebnis ebenfalls vom Matchplay stammt (Fünfter). Weiterhin wurde er Fünfter beim MercedesBenz Championship und Neunter beim CA Championship. Auch Leonard verpasste in der letzten Woche den Cut und wird trotz seines Sieges 2002 beim Heritage in diesem Jahr wohl nicht um den Sieg mitspielen.

Aus deutscher Sicht ist wieder einmal Alex Cejka der einzige Spieler im Feld. Nach elf Turnieren liegt er nur auf Rang 133 im FedEx Cup mit zwei 13. Plätzen als beste Ergebnisse in 2009. Für das Masters war er aufgrund der Weltranglistenposition (momentan 270.) nicht qualifiziert.

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