Golf: Kim und Fisher im Finale der Volvo Championship
Golf
/ Timm Goeller / 31 Oktober 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus Zum Wettmarkt
Anthony Kim und Ross Fisher sind die beiden Spieler, die beim Volvo Matchplay Championship am Sonntag das Finale über 36 Löcher austragen werden. Die beiden mussten an den vergangenen drei Tagen jeweils fünfmal 18 Löcher spielen, um den Einzug ins Finale zu schaffen.
Während der Amerikaner Anthony Kim heute im Halbfinale, welches ebenso wie das Finale morgen bereits über 36 Löcher ging, leichtes Spiel hatte und dank guter Performance einen 5&4 Sieg über den Australier Robert Allenby landen konnte, hatte Ross Fisher in einem hartumkämpften Match nach letztendlich 39 Löchern eine Nasenspitze Vorsprung gegenüber Masters-Sieger und Finalist von vor zwei Jahren Angel Cabrera.
Der Weg von Kim bis ins Finale war vom Papier her ein viel leichterer für Fisher. In der Gruppenphase hatte er es mit Paul Casey, Retief Goosen und Scott Strange zu tun. Bereits im Auftaktmatch profitierte Kim von Caseys Formtief, weil er nach monatelanger Verletzung sein erstes Turnier spielte und nicht fit genug war, um Paroli bieten zu können (Casey verlor am Ende alle seiner drei Matches). Es folgte ein weiterer Sieg Kims über Retief Goosen, der traditionell in den letzten Wochen und Monaten nicht überzeugen konnte und schon im Presidents Cup (dem letzten Turnier im Matchplay Format vor einigen Wochen) ganz schwach aussah. Lediglich drei Birdies und ein Bogey reichten Kim für den Sieg.
Als härtester Brocken stellte sich dann jedoch Scott Strange heraus, der auf Position 164 der Welt geführt wird. Er konnte in der Runde sieben Birdies spielen und dann recht deutlich mit 4&2 gegen Kim siegen. Ärgerlich für Scott war, dass Kim ausgerechnet am 18. Loch noch ein Eagle spielte und sich somit in der Tabelle mit nur einem einzigen gewonnenen Loch mehr als Strange an die Spitze setzte und ins Halbfinale einzog. Ohne dieses Eagle würde hier eventuell sogar der Außenseiter Scott Strange im Finale stehen.
Die Leistung Kim's im heutigen Halbfinale war allerdings blitzsauber. Allenby, der selbst eine gute Woche spielte und auf den ersten 18 Löchern noch voll und ganz auf Augenhöhe war, sah auf den zweiten 18 Löchern kein Land mehr gegen den ganz stark aufspielenden Amerikaner. Fünf Birdies und einem Eagle stand am Nachmittag kein einziges Bogey gegenüber, was das Match nach insgesamt 32 Löchern 5&4 für Kim enden ließ.
Ross Fisher hatte in seiner Gruppe um Lee Westwood, Camilo Villegas und Jeev Milkha Singh um einiges mehr zu kämpfen. Fünf Birdies und ein Eagle reichten im ersten Match gerade so, um den Kolumbianer Camilo Villegas 2up zu besiegen. Es folgte ein sehr enges Match mit Titelfavorit Lee Westwood, der am Morgen von Singh deklassiert wurde und einiges gut zu machen hatte. Dies gelang ihm auch mit einer Runde von fünf unter Par und Fisher hatte trotz seiner ebenfalls fünf Birdies am Ende das Nachsehen. Nach zwei Runden war die Tabellenkonstellation klar, denn Fisher brauchte „nur" einen Sieg, um ins Halbfinale einzuziehen. Gegner war allerdings Singh, der zuvor Westwood klar und deutlich besiegen konnte. Mit drei Birdies und sogar zwei Eagles spielte der Engländer seine wohle beste Runder der gesamten Woche und zog so verdient ins Halbfinale ein, in dem heute mit Angel Cabrera ein hartes Stück Arbeit wartete. Cabrera konnte in seiner Gruppe überzeugen und unter anderem Simon Dyson mit 7up schlagen, der höchste Sieg der gesamten Woche. Cabrera gilt als guter Lochspieler und war 2007 bei diesem Turnier bereits im Finale, welches er gegen Ernie Els verlor.
Nachdem Fisher bereits früh in Rückstand geriet und nach 13 Löchern der ersten Runde schon 3down war, kämpfte er sich super zurück und konnte mit sechs Birdies auf den nächsten 14 Löchern den Rückstand in einer 2up Führung drehen. Nachdem er zwei Siegputts auf den Löchern 34 und 35 verpasste, konnte Cabrera ihn mit einem Birdie auf dem Schlussloch ins Stechen zwingen. Der nervenstarke Fisher, der als sehr guter Lochspieler gilt und das größte Matchplay-Event der Welt (das Accenture Matchplay Championship) in diesem Jahr als Vierter beenden konnte, erarbeitete sich nach einem Par und einem Birdie an den Löchern 37 und 38 eine hervorragende Eaglemöglichkeit am 39. Loch und gewann somit das Match.
Alles in allem sehe ich Fisher im Finale etwas vorne, wenn auch nur minimal. Warum er allerdings als Außenseiter gilt, hängt wahrscheinlich mit dem deutlichen Sieg Kim's im Halbfinale zusammen. Mich soll es freuen, denn so bekommt man auf Sieg Fisher eine tolle Quote von 2,12.
Finale: Fisher to beat Kim @2,12
