Arnold Palmer Invitational
Golf
/ Timm Goeller / 24 März 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
In dieser Woche findet mit dem Arnold Palmer Invitational bereits das nächste hochklassige Turnier auf der PGA Tour statt. Nach den beiden WGC Turnieren in den vergangenen Wochen treffen sich die Topspieler der Welt vom 26. bis 29. März im Bay Hill Club & Lodge in der Nähe von Orlando, Florida, um die insgesamt $6 Millionen Preisgeld auszuspielen, wovon der Sieger knappe $1,1 Millionen erhält.
Das Turnier zählt zu denjenigen der Tour, die am besten besetzt sind, denn viele der guten Spieler gehen hier an den Start, um sich auf das Masters im April vorzubereiten.
So sind von den Top20 der Weltrangliste immerhin zehn Spieler vertreten, unter anderem auch Nummer eins der Welt und Titelverteidiger Tiger Woods.
Im letzten Jahr setzte sich der Amerikaner mit einem Zähler vor Bart Bryant durch.
Auch in diesem Jahr ist der Tiger wieder Topfavorit auf den Titel, wie bei jedem Turnier, bei dem er an den Start geht.
Zwei Turniere spielte er seit seiner Rückkehr bislang und beendete diese auf dem 17. bzw. auf dem neunten Rang.
Anhand der beiden Turniere konnte man jedoch schon eine Steigerung erkennen und ich denke, dass er von Turnier zu Turnier besser wird. Sein Fokus liegt ganz klar auf dem Masters und er betonte schon, dass alle Turniere im Vorfeld lediglich der Vorbereitung dienen. Es ist für einen Spieler seines Kalibers ohnehin fast nur noch interessant, die Majors zu gewinnen.
Das Arnold Palmer Invitational gewann er auch bereits fünfmal , davon viermal hintereinander in den Jahren 2000-2003 und in 2008.
Der Platz liegt ihm wie viele andere Plätze Floridas auch und kommt seinem Spiel sehr entgegen.
Ich gehe davon aus, dass sich Woods auch in dieser Woche noch einmal steigern wird und um den Sieg mitspielen kann und dem Masterstitel so immer näher kommt.
Die Quote von 3,6 ist in meinen Augen value, da Bay Hill definitiv zu Tigers Lieblingsplätzen zählt, sein aktuell sehr gutes langes Spiel ihm hier zugute kommt und er sich dadurch vom Rest des Feldes absetzen kann. Hinzu kommt auch noch der mentale Aspekt, dass Phi Mickelson mittlerweile in der Weltrangliste sehr nah an Woods gekommen ist und sich in der Zukunft ein Wechsel an der Spitze ergeben könnte, wenn Tiger nicht bald mal wieder gewinnt oder mindestens mal eine sehr gute Platzierung einfährt.
In der letzten Woche noch zur Quote 50 zu haben, zählt der frisch gebackene PGA Tour Sieger Retief Goosen nun zu den Favoriten des Feldes. Mit dem Transitions Championship gewann der Südafrikaner vergangene Woche das erste Turnier seit 2005 und stellte einmal mehr unter Beweis, dass er es immer noch drauf hat. Neben dem Sieg konnte er in dieser Saison bereits einen dritten Platz beim AT&T Pebble Beach Pro Am verzeichnen und verbesserte sich somit auf Rang fünf des FedEx Cups.
In den letzten vier Jahren konnte er beim Arnold Palmer Invitational (früher bekannt als Bay Hill Invitational) dreimal unter die Top20 kommen, einmal wurde er sogar Vierter.
In meinen Augen kann man mittlerweile wieder mit Goosen rechnen und nach vielen guten Turnieren mit guten Ergebnissen war der Sieg in der letzten Woche mal wieder mehr als überfällig.
Zwar ist die Quote nicht mehr ganz so gut wie letzte Woche, eine 29, die es derzeit bei Betfair gibt, kann man jedoch meiner Meinung nach auch noch gut spielen.
Von der Quote gesehen zählt auch Kenny Perry wieder einmal zum Favoritenkreis.
Mit einem Sieg und drei weiteren Top10 Platzierungen liegt er momentan auf dem vierten Rang im FedEx Cup. In der letzten Woche wurde er geteilter 17., was man auch als gutes Ergebnis bezeichnen kann.
Entscheidender Vorteil Perry's ist, dass er das Turnier 2005 bereits einmal gewinnen konnte und zusätzliche noch einmal Zweiter wurde (2003).
Die Quoten stehen auch nicht schlecht. Derzeit bekommt man eine Quote von 30 auf den Oldie, mit dem man aber nach wie vor immer rechnen muss, was er in diesem Jahr bei der FBR Open wieder unter Beweis stellte.
Weitere große Namen im Feld sind Anthony Kim, Padraig Harrington und Vijay Singh.
Allesamt konnten sie in der Saison 2009 jedoch bei weitem noch nicht das Potenzial abrufen, über das sie verfügen.
Das beste Ergebnis von Vijay Singh, der immerhin im letzten Jahr die FedEx Cup Gesamtwertung gewonnen hat und auf Rang sechs der Weltrangliste steht, war ein geteilter 17. Rang beim Accenture Matchplay. Er liegt derzeit nur auf Position 126 im FedEx Cup und muss daher so langsam mal in Fahrt kommen.
Ähnlich geht es auf dem jungen Anthony Kim, in den seit der letzten Saison sehr große Hoffnungen gesetzt werden. Nach zwei sensationellen Siegen 2008 und einer Verbesserung in der Welt auf Position zwölf wurde er schon als künftiger Tiger Woods Nachfolger gehnadelt, was er in 2009 jedoch leider noch nicht bestätigen kann. Bei vier Events schaffte er es erst einmal unter die Top10, dies war ein zweiter Rang beim Mercedes Benz Championship. Er verpasste sogar einen Cut und scheiterte beim Matchplayturnier schon in Runde zwei. Mittlerweile ist er sogar wieder auf Rang 14 der Welt abgefallen.
Am miserabelsten verläuft diese Saison jedoch für einen der besten Europäer der Welt, Padraig Harrington. Die mittlerweile wieder Nummer fünf der Weltrangliste (ehemals Nummer drei) spielte bislang fünf Turniere, scheiterte zweimal am Cut und das beste Ergebnis war ein geteilter 20. Rang.
Im FedEx Cup liegt er momentan auf Rang 114 und somit noch meilenweit von seiner Bestform entfernt.
Allesamt sind für mich zu den Quoten (Singh 36, Kim 44, Harrington 34) nicht spielbar, auch wenn der vermeintlich „große" Name lockt.
