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Wetten auf 'El clasico': Barcelona - Real Madrid

Weitere europäische Ligen RSS / Benjamin Heisenberg / 29 November 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Wenn der FC Barcelona und Real Madrid mit Stars wie Messi und Ronaldo heute ab 19.00 Uhr zum Gipfeltreffen der spanischen Liga aufeinander treffen, elektrisiert dies die ganze Fußball-Welt. Hier die beste Wett-Strategie plus ein Betfair-Exklusivinterview mit Zlatan Ibrahimovic kurz vor dem Spiel.

Die Ausgangslage:
Es scheint, als ob ihm kein Preis zu hoch ist: Florentino Pérez, Spaniens größter Bauunternehmer, hat in seiner zweiten Amtszeit als Real-Präsident knapp 250 Millionen Euro in neues Personal investiert - und seinem Coach damit einen Kader zur Verfügung gestellt, der höchste Ansprüche weckt. Getreu dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen", ging bereits das erste Pérez-Mandat als Ära der „Galaktischen" in die Vereinsgeschichte ein. Stars wie Figo, Zidane, Ronaldo und Beckham, die für astronomisch hohe Abslösesummen verpflichtet worden sind, standen für Fußball von einem anderen Stern. Das „weiße Ballett" holte Titel für Titel: In den Spielzeiten 2000 / 2001, 2002 / 2003 und 2006 / 2007 feierte es drei spanische Meisterschaften, in der Saison 2000 und 2002 setzte sich Real zudem die Krone in der Königsklasse des europäischen Vereinsfußballs, der UEFA Champions League, auf. Nun will Baumilliardär und Real-Boss Pérez diese Erinnerungen wieder aufleben lassen. In der spanischen Hauptstadt soll die beste Mannschaft des 21. Jahrhunderts zusammenkommen. Der Grundstein für dieses Star-Ensemble wurde mit der Verpflichtung des portugiesischen Edeltechnikers C. Ronaldo gelegt. Stolze 95 Millionen Euro wurden an Ronaldos Ex-Klub ManUnied überwiesen, damit der britische Traditionsverein seinen besten Spieler ziehen lässt. Nach dem Deal ist C. Ronaldo der teuerste Fußball-Profi der Welt. Gleichzeitig hat Florentino Pérez den von ihm selbst aufgestellten Rekord gebrochen: In der Saison 2001 / 2002 zahlte er an Juventus Turin 150 Millionen Mark (umgerechnet 75 Millionen Euro) für den französischen „Fußballgott" Zinedine Zidane. Neben C. Ronaldo wurden auch Kaka (AC Mailand), Benzema (Olympique Lyon), Xabi Alonso (FC Liverpool), Albiol (FC Valencia), Arbeola (FC Liverpool) und Granero (FC Getafe) ins Estadio Santiago Bernabéu gelockt. Diese Top-Neuzugänge verstärkten eine Belegschaft, in der bereits Weltklassefußballer wie Casillas, Sergio Ramos, Guti, Raul oder van Nistelrooy für eine gewisse Brillanz bürgten. Die Neu-Investitionen zahlen sich bislang aber nur bedingt aus: In der spanischen Primera Division führt Real Madrid zwar die Tabelle an, doch in der Champions League präsentieren sich die Madrilenen alles andere als königlich. So setzte es gegen den in die Jahre gekommenen AC Mailand eine 2:3-Heimschlappe, auch im Rückspiel kamen die Spanier nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Die absolute Blamage erfuhren die „Königlichen" allerdings im spanischen Pokal, der Copa del Rey: Beim Drittligisten AD Alcorcon kassierte die teuerste Mannschaft der Welt eine historische 0:4-Pleite. Dieses Fiasko machte die „Königlichen" zum Gespött in ganz Spanien. Real wurde als „Lachnummer des Jahrhunderts" abgestempelt. Bleibt festzuhalten: Die „Galaktischen" kommen wohl doch nicht von einem anderen Stern, denn trotz Millionen-Investitionen bleibt Real Madrid schlagbar.

Eine ganz andere Philosophie verfolgt hingegen Reals Erzrivale, der FC Barcelona: Die Katalanen setzen in erster Linie auf die Jugend, anstatt „fertige Spieler" für exorbitant hohe Transfersummen zu kaufen. Die Zukunft des FC Barcelona heißt La Masia. In der hauseigenen Talentschmiede implantieren mehr als 40 Trainer dem Nachwuchs das Barca-Gen ein: endloser Kombinationsfußball, Spiel über die Flügel, frühzeitiges Pressing. Schon die Jüngsten spielen stets im offensiv ausgerichteten System der Profis. Kaum eine Übung verläuft ohne Ball am Fuß. Folglich ist es auch weniger verwunderlich, dass Messi & Co. das Chaos beherrschen. Die Spieler verstehen sich schließlich blind. Neben Messi entstammen auch Xavi, Iniesta, Victor Valdes, Piqué, Puyol und Sergi Busquets der eigenen Nachwuchsakademie. Alle sieben Spieler standen auch im Champions League Finale gegen Manchester United auf dem Platz. La Masia, das ist der katalanische Faustpfand. Eine derart hohe Quote an selbst ausgebildeten Spielern kann auf diesem Niveau wohl kein anderer Klub der Welt aufweisen. Der Lohn: Spanischer Meister 2004 / 2005, 2005 / 2006, 2008 / 2009 und Champions League Sieger 2006 sowie 2009.

Fazit:
Im Camp Nou trifft Barcelona, das vergangene Saison mit dem Gewinn der Champions League, der Meisterschaft und des Landespokals einen historischen Dreifach-Erfolg landen konnte, auf Real Madrid, das in einer beispiellosen Einkaufstour Weltstars wie C. Ronaldo, Kaka oder Benzema verpflichtet hat. Die Gäste aus Madrid wollen gegen Barcelona ihre angestrebte Vormachtstellung demonstrieren und gleichzeitig die Schmach der Vorsaison vergessen machen, als die königlichen Madrilenen im heimischen Stadion mit 2:6 unter die Räder kamen. Der FC Barcelona, der die Fußball-Welt mit seinem Spiel verzaubert, kann dagegen auf ein eingespieltes Team bauen. Wichtigster Neuzugang ist Schwedens exzentrischer Nationalspieler Zlatan Ibrahimovic. Der Stürmer, der von sich selbst sagt „Es reicht mir nicht, zu den Besten zu zählen. Ich will der Beste sein", zählt zu den weltbesten Angreifern. Aufgrund seiner überragenden Technik kann Ibrahimovic jedem Spiel seinen Stempel aufdrücken, in der Liga rangiert er mit sieben Treffern auf Platz 2 der Torschützenliste. Beide Teams sind hervorragend aufgestellt. Ich erwarte daher ein Spiel auf Messers Schneide. Kleinste Fehler werden die Partie entscheiden.

Meine Wett-Empfehlung:
Ich wette gegen einen Sieg des FC Barcelona, ab Lay-Quoten um 1.8.
Zudem setze ich im Markt "Halbzeit/Endstand" gegen "Barcelona / Barcelona", ab Lay-Quoten um 2.9. Zwar sehe auch ich den FC Barcelona als leichten Favoriten, doch Real Madrid verfügt über zu viel spielerische Substanz, als dass man die „Königlichen" einfach so als Außenseiter abstempeln kann. Daher denke ich, dass der Spruch „Barcelona gehört der Ball, Real Madrid die Show" heute keine Gültigkeit haben wird. Zudem setze ich auch noch auf "Mehr als 2,5 Tore", ab Back-Quoten um 1.66. Fast alle Akteure beider Teams sind torgefährlich. Hinzu kommt, dass beide Systeme enorm offensiv ausgerichtet sind. Sowohl Barca als auch Real wollen ihren Anhängern ein unterhaltsames Spiel bieten. Dafür müssen Tore fallen.

Und hier das Betfair-Exklusivinterview mit Zlatan Ibrahimovic:

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