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Teil III der unterhaltsamen Familiensaga aus dem hohen Norden

Fußball RSS / Gregor Huszti / 07 Mai 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Am Donnerstag läuft bei Sat.1 die dritte und damit vorletzte Folge der beliebten vierteiligen TV-Serie HSV vs Werder (live um 20.45 Uhr). Auch diesmal können die Zuschauer verfolgen, wie sich die beiden Hauptdarsteller nach Kräften beharken werden. Hauptkonflikt dieser Folge: Wer darf ins UEFA-Cup-Finale nach Istanbul - und wer muss zuhause bleiben?

Die beiden letzten Duelle haben bewiesen: Die Teams sind ähnlich gut. Bremen hat die etwas stärkeren Einzelspieler, dafür ist die mannschaftliche Geschlossenheit des HSV einen Tick besser ausgeprägt. Auffällig war, dass die Auswärtsmannschaften bisher besser abgeschnitten haben. Darauf setzen auch die Bremer, die nach der 0:1 Hinspielniederlage gezwungen sind, beim norddeutschen Rivalen zu gewinnen.

Gut möglich, dass sich die Teams auf eine gerechte Aufteilung der Wettbewerbe einigen werden: Werder darf ins DFB-Pokalfinale einziehen, der HSV in das Endspiel um den UEFA-Cup. Ein fairer Deal, der auch der ausgeglichenen Spielstärke der Mannschaften entsprechen würde. Natürlich werden die Bremer in Hamburg auf Sieg spielen. Nur im Hinterkopf könnte bei so manchen Spielern schon der DFB-Pokal als Saisonziel Nr.1 dafür sorgen, nicht die allerletzten Reserven zu mobilisieren. Umgekehrt die Vorzeichen beim HSV: Bei fünf Punkten Abstand auf Wolfsburg dürfte das Thema Meisterschaft abgehakt sein. Der Gewinn des UEFA-Cups ist die einzige realistische Titel-Perspektive dieser Saison. Die Hamburger werden sich zerreißen, um die glänzende Ausgangssituation aus dem Hinspiel zu nutzen. Und Martin Jol ist clever genug, um die taktischen Fehler aus dem letzten Heimspiel gegen Bremen nicht zu wiederholen.

Da Werder offensiv auftreten muss, gehe ich davon aus, dass dieses Duell torreicher ausfällt als die beiden bisherigen Begegnungen, in denen in insgesamt 210 Minuten nur mickrige drei Tore fielen. Durch die offensive Ausrichtung der Bremer werden sich Konterchancen für den schnellen Olic und den wieder genesenen Petric ergeben. Der Ausfall des gesperrten Guerrero sollte durch Top-Scorer Petric mehr als kompensiert werden.

Der einzige Aspekt der in Bezug auf den HSV Sorgen macht, ist die körperliche Belastung der Spieler. Durch drei Wettbewerbe standen kontinuierlich Spiele im 3 Tage-Rhythmus auf dem Programm. 48 Pflichtspiele bislang - das zehrt. Bremen hat zwar auf dem Papier ebenfalls die dreifache Belastung, spielt aber in der Liga schon seit geraumer Zeit im Schongang. Beim letzten Spiel in Köln schonte Werder seine Top-Stars. Diego und Özil gehen frisch und erholt ins Rückspiel.

Zur Wett Strategie: Der HSV wird sich für das UEFA-Cup-Finale qualifizieren. Da dem HSV bereits ein Unentschieden zum Finaleinzug reicht, setze ich eine Lay-Wette auf Bremen. Lay-Quoten unter 2.8 gegen Bremen sind klare Kaufkurse. Auf dem Markt "Mehr als 3,5 Tore" kann man ab Kursen von 3.3 spekulativ einsteigen. Auf dem Markt "Mehr als 2,5 Tore" sind Kurse von 1.9 eine Wette wert.

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