Teil II der unterhaltsamen Familiensaga aus dem hohen Norden
Fußball
/ Gregor Huszti / 30 April 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Heute läuft bei Sat.1 die zweite Folge der beliebten vierteiligen TV-Serie Werder vs HSV (live um 20.45 Uhr). Die beiden Hauptdarsteller streiten sich erneut um die Gunst der Zuschauer. In der heutigen Folge geht es zwar nicht um den Oscar, aber immerhin um den UEFA-Cup.
Klar ist: Beide Teams sind ähnlich gut. Vielleicht hat Bremen die etwas stärkeren Einzelspieler, dafür ist die mannschaftliche Geschlossenheit des HSV einen Tick besser ausgeprägt. Psychologisch aber spricht eine Menge für Werder: Gerade erst haben sie den HSV in dessen Stadion aus dem DFB-Pokal geschmissen, haben am letzten Spieltag einen 0-2 Halbzeitrückstand in einen 3-2 Erfolg gegen Bochum verwandelt und können sich heute vor heimischen Publikum ganz auf ihre Pokalaufgabe konzentrieren, nachdem in der Bundesliga ohnehin nichts mehr zu holen ist.
Geradezu spiegelverkehrt die Situation beim HSV: Nach dem Aus im DFB-Pokal bekamen auch die Meisterschaftsambitionen durch die Niederlage in Dortmund einen empfindlichen Dämpfer. Dazu kommt, dass Top-Scorer Mladen Petric verletzungsbedingt ausfällt.
Der psychologische Vorteil liegt also eindeutig bei Bremen. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, betrachtet man die Heimspiele von Werder gegen deutsche Top-Teams in dieser Saison: Bremen schlug zu Hause Wolfsburg (2-1); Hertha Berlin (5-1); Stuttgart (4-0), Hoffenheim (5-4); und spielte gegen Bayern 0-0 (nach einem 5-2-Auswärtssieg in München). Je schwerer der Gegner, desto besser die Bremer, dies ist das Motto dieser Saison. Deswegen zeigen die Bremer auch ihre besten Auftritte exklusiv in den Pokalwettbewerben und gegen Spitzenclubs.
Das nächste Argument für einen Bremer Sieg ist die Hinspielkonstellation. Selbst der HSV könnte vermutlich mit einer 1-2 Niederlage im Weserstadion leben, würde ein solches Ergebnis doch alle Chancen für das Rückspiel offen lassen. Zumindest ist der HSV nicht in der Position, auf Teufel-komm-raus auf Sieg zu spielen.
Zur Wett Strategie: Eine Back-Wette auf Bremen erscheint logisch. Doch nur bei Quoten um 2.0 für Bremen würde ich schon vor Spielbeginn zugreifen. Entwickeln sich die Kurse nach unten Richtung 1.8 empfehle ich die entgegen gesetzte Strategie: Eine Lay-Wette auf Bremen! Warum? Bremen dreht oft erst in der zweiten Halbzeit richtig auf. Dies gilt nicht nur für das Spiel am letzten Samstag gegen Bochum, sondern auch z.B. für die UEFA-Cup-Partien beim AC Mailand (2-2 nach 0-2) und Udinese (3-3 nach 1-3) oder die DFB-Pokalsiege gegen Dortmund (2-1 nach 0-1) und Wolfsburg (5-2 nach 2-2). Wenn Bremen also zur Halbzeit erwartungsgemäß nicht in Front liegt, lassen sich dann zu attraktiveren Kursen Back-Wetten auf Bremen abschließen, die mit dem Arbitrage-Gewinn durch die günstig gekaufte Lay-Wette noch an Wert gewinnen.