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Wetten zum DFB-Pokal 2010: Viertelfinale Werder Bremen - TSG Hoffenheim

DFB-Pokal RSS / Benjamin Heisenberg / 09 Februar 2010 / 1 Kommentare Wettbonus

Werders Schlüsselspieler Özil will sein Team ins Halbfinale führen

Der Fußball Dienstag verspricht Nervenkitzel pur, wenn DFB-Pokal-Titelverteidiger Werder Bremen die TSG Hoffenheim empfängt. In der Bundesliga hinken beide Teams ihren Erwartungen weit hinterher, doch mit dem Pokal könnte eine bislang verkorkste Saison gerettet werden. Anstoß ist um 20.30 Uhr (live auf ARD und In-Play bei Betfair). Meine beste Wette verrate ich hier.

Die Ausgangslage:
Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin! So weit ist es noch nicht. Zwar bilden sich am Horizont bereits die Konturen des Berliner Olympiastadions ab, welches jährlich Austragungsort des DFB-Pokal-Endspiels ist. Doch erst einmal müssen mit dem Viertel- und Halbfinale noch zwei schwere Hürden genommen werden, um überhaupt in den Genuss der Berliner Luft zu kommen. Verlängerung und Elfmeterschießen nicht ausgeschlossen. Bremen oder Hoffenheim: Wer nutzt die große Chance, über den Umweg DFB-Pokal ins internationale Geschäft einzuziehen? Kein Zweifel: Die bisherige Saison verlief für beide Teams nicht nach Wunsch. Besonders der rasante Absturz der Bremer ins Mittelmaß wirft Fragen auf. Schließlich zählten die Norddeutschen aufgrund einer nahezu perfekten Hinrunde sogar zu den Meisterschaftsanwärtern, ehe ein miserabler Rückrunden-Start (vier Niederlagen in Folge) diese Arbeit zunichte machte. Doch damit nicht genug: Bremen verabschiedete sich nicht nur sang- und klanglos aus dem Titelrennen, sondern auch aus dem Kampf ums internationale Geschäft und mutierte damit vom Hurra-Fußball zelebrierenden Top-Team, das 23 Spiele lang ungeschlagen war, zu einem mäßigen Bundesligisten im Niemandsland der Tabelle. Aktuell trennen die Hanseaten bereits fünf Punkte von Europa-League-Platz fünf, gewaltige 14 Punkte von Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen. Da werden Erinnerungen an die vergangene Saison wach: Auch damals verspielte Bremen - zum größten Teil in der Rückrunde - einen internationalen Platz, sorgte allerdings mit dem DFB-Pokalsieg für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss. Doch dank des jüngsten 2:1-Erfolgs über Tabellenschlusslicht Hertha BSC ist die Zuversicht beim SV Werder wieder zurückgekehrt. Die Verantwortlichen werteten die drei Punkte als Trendwende. Zugegeben: Der Sieg war wichtig und Balsam für die geschundene Werder-Seele, doch trotz spielerischer Überlegenheit alles andere als souverän. Lediglich Werder-Kapitän Torsten Frings bringt es auf den Punkt: "Hertha war nur ein erster kleiner Schritt aus der Krise." Ansonsten gehört in Bremen hanseatisches Understatement derzeit nicht zum guten Ton. Im Gegensatz zum Gegner 1899 Hoffenheim müsse man sich den Ruf einer sogenannten „Pokalmannschaft" nicht mehr erarbeiten. „Pokalmannschaft? Wenn man es irgendwo interpretieren und inszenieren will, dann sind wir wohl die Richtigen", räumt SVW-Coach Thomas Schaaf (zu) selbstbewusst ein. Wie dem auch sei: Bekanntlich schreibt der DFB-Pokal seine eigenen Gesetze, weshalb die spielerischen Darbietungen in der Liga nicht allzu sehr als Maßstab genommen werden sollten. Fakt ist: Der amtierende DFB-Pokalsieger Werder Bremen konnte erneut ins Viertelfinale vorgedringen und peilt die sofortige Rückkehr in die Hauptstadt an. Auf ihrem Weg schalteten die Hanseaten mit dem 1. FC Union Berlin (1. Runde: 0:5), FC St. Pauli (2. Runde: 2:1) und 1. FC Kaiserslautern (Achtelfinale: 3:0) drei ambitionierte Zweitligisten aus. Mit der TSG 1899 Hoffenheim stellt sich nun erstmals im laufenden Wettbewerb ein Bundesligist entgegen. Ein gutes Omen bildet das Bundesliga-Hinspiel: Werder Bremen gewann ebenfalls im Weser-Stadion durch Tore von Pizarro und Mertesacker mit 2:0.

Auch 1899 Hoffenheim tankte am Wochenende neues Selbstvertrauen: Rechtzeitig zum Pokal-Fight feierten die Kraichgauer einen 2:1-Sieg gegen Hannover 96 und beendeten damit wie Gastgeber Werder Bremen eine Negativserie von sieben sieglosen Bundesliga-Spielen. Mit der bislang mageren Ausbeute von nur 28 Punkten, die lediglich für Tabellenplatz neun ausreicht, hätte vor der Saison wohl kaum ein Experte gerechnet. Doch die TSG Hoffenheim läuft ihren Ansprüchen hinterher und liegt derzeit deutlich auf Distanz zu den Europa-League-Plätzen. Allerdings wäre mit einem Pokal-Coup das internationale Geschäft noch zu erreichen. Reicht die Kraft? Ganz offensichtlich befindet sich der Überflieger der vergangenen Saison im Sinkflug. Aus den einstigen Himmelsstürmern à la Ibisevic, die aus dem Nichts die Bundesliga aufmischten und sich anschickten, ein neues Spitzenteam zu bilden, ist kaum noch etwas übrig geblieben. Zudem lässt die technisch versierte Rangnick-Elf die Leichtigkeit im Angriffsspiel und die sehenswerte One-Touch-Kombinationen der Vorsaison vermissen. Hat etwa der Alltag der (Aufstiegs-)Euphorie endgültig den Rang abgelaufen? Ich denke nicht. Vielmehr sehe ich im anhaltenden Verletzungspech und den damit verbundenen Personalsorgen einen wichtigen Grund für das Formtief der Hoffenheimer. Zwar vereint die TSG ausreichend Potenzial, um den Ausfall drei oder vier Spieler zu kompensieren, doch einen kompletten Mannschaftsteil kann nicht einmal der FC Barcelona ersetzen. Auch darf man bei aller Kritik nicht vergessen, dass es die bisherigen Niederlagen fast ausschließlich gegen potenzielle Top-Teams setzte. Und eine Negativserie schafft bekanntlich Verunsicherung. Folglich neigt auch keiner der Verantwortlichen dazu, in Depressionen zu verfallen. Grund zur Gelassenheit gibt auch die bisherige Performance im DFB-Pokal: Hoffenheim gewann alle drei bisherigen Spiele zu Null!

Kader / wer fehlt?
Personell gibt es für alle Werder-Sympathisanten eine gute Nachricht: Thomas Schaaf kann heute aller Voraussicht nach auf die Dienste von Top-Stürmer Pizarro zählen. Die Nackenprobleme, die den Peruaner zu einer Trainingspause gezwungen hatten, sind weitestgehend abgeklungen. Da die Schaaf-Herde keine Verletzten beklagt, dürfte es also keinen Grund geben, Änderungen in der Startformation vorzunehmen. Folglich werden die Bremer - wie schon gegen Hertha BSC - wieder mit Pasanen und Niemeyer beginnen.

Für Hoffenheim geht es dagegen personell geschwächt nach Bremen: Beck, Simunic und Obasi (jeweils verletzt) sind nicht dabei. Hinter dem Einsatz von Hildebrand und Compper stehen Fragezeichen. Nilsson und Vorsah werden wohl in die defensive Startformation rücken.

Fazit:
Die Parallelen zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim sind in dieser Saison unverkennbar. Beide Mannschaften hinken ihren Ambitionen hinterher und müssen sich nach einem unterirdischen Rückrundenauftakt mit einer mittelmäßigen Platzierung zufrieden geben. Auch wenn beide Teams am Wochenende nach sieben sieglosen Spielen einen Befreiungsschlag landen konnten, sollten sie nach einer Reihe von Niederlagen erkennen, dass sie in dieser Saison weit von Spitze der deutschen Eliteliga entfernt sind. Gerade für den Gastgeber Werder Bremen dürfte dies eine äußerst bittere Erkenntnis sein, hat man noch zur Winterpause aussichtsreich im Titelrennen gelegen, dann aber ähnlich wie in der vergangenen Saison eine gute Hinrunde durch erbärmliche Rückrunden-Auftritte zunichte gemacht. Die schlechteste Bilanz unter der Regie von Trainer Thomas Schaaf ist damit perfekt. Eine zentrale Frage sollte daher erlaubt sein: Hört die Schaaf-Elf überhaupt noch auf ihren Hirten? Ich bin skeptisch, sehr skeptisch. Doch während die Bremer-Verantwortlichen allmählich den Bezug zur Realität verlieren, stapeln die Hoffenheimer im Vorfeld der Partie außergewöhnlich tief und wollen als „krasser Außenseiter" überraschen. Manchmal nistet es sich im Nest des Understatements wohler. Wie dem auch sei: Das heutige Spiel ist für beide Teams wahrscheinlich die letzte Möglichkeit, sich doch noch für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Die Bremer sollten trotz leiser Töne aus Sinsheim gewarnt sein, zumal Hoffenheim gerade in der Offensive mit C. Eduardo, Ibisevic und Salihovic hervorragende Fußballer vereint. Und bekanntlich ist die Defensive die „Achillesferse" der Bremer. Vernachlässigt Bremen heute abermals die Grundprinzipien der Defensivarbeit, dann werden die Norddeutschen den DFB-Pokal nicht als Sprungbrett für das internationale Geschäft nutzen, sondern einen schmerzhaften Bauchklatscher landen. Ich erwarte eine hart umkämpfte Partie voller Brisanz und gebe 1899 Hoffenheim gute Chancen, den amtierenden Titelverteidiger aus dem Wettbewerb zu schießen.

Meine Wett-Empfehlung:
Ich setze im Markt "Halbzeit/Endstand" gegen "Werder Bremen / Werder Bremen", bei Lay-Quoten um 2.72. Zudem setze ich mit kleinem Einsatz auf einen Sieg von Hoffenheim, ab sensationellen Back-Quoten um 6.2.

Kommentare (1)

  1. Percy | 07 Januar 2011

    I am wondering what Vito says about this :D

    Kind regards,
    Jean

    gume

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