Fußball Wetten, Bundesliga 2010: VfL Wolfsburg - FC Bayern München
Bundesliga
/ Benjamin Heidlberger / 06 Februar 2010 / Kommentar schreiben Wettbonus

Ob mit oder ohne Unterhose: Robben brilliert als Spielgestalter der Bayern
Der heutige Bundesliga-Samstag wartet mit einem echten „Kracher" auf alle Fußball-Ästheten, wenn der kriselnde Meister VfL Wolfsburg den wiedererstarkten Rekordmeister FC Bayern München empfängt. Während die „Wölfe" im Liga-Mittelmaß stecken, unternehmen die Bayern einen erneuten Angriff auf die Spitze. Anstoß der Partie in der VW-Arena ist um 15.30 Uhr. Meine beste Wette verrate ich hier.
Die Ausgangslage:
Es war einer der größten Momente in der Vereinshistorie des VfL Wolfsburg: Am 4. April 2009 verputzten sensationell aufgelegte „Wölfe" hoffnungslos überforderte Stars aus München wie Weißwürste. Gipfel der Bayern-Blamage: Der unwiderstehliche Sololauf von Bundesliga-Torschützenkönig Grafite. Der Brasilianer tanzte die gesamte Bayern-Abwehr wie Slalomstangen aus, um danach den Ball per Hacke aufreizend lässig über die Torlinie zum 5:1-Endstand zu befördern. Kurz vor Schluss wechselte Meistermacher Magath sogar noch Ersatzkeeper André Lenz für (den nicht verletzten) Stammtorwart Diego Benaglio ein, revanchierte sich damit endgültig bei seinem Ex-Arbeitgeber für die überraschende Entlassung nach zwei Double-Siegen und sorgte gleichzeitig für die größtmögliche Demütigung des ruhmreichen FC Bayern München. Man könnte auch sagen: Für den Rekordmeister und seinen damaligen Trainer Jürgen Klinsmann war es der negative Höhepunkt einer unvergessenen Montage, für den VfL Wolfsburg die Initialzündung auf dem Weg zur Meisterschaft. Nur gut, dass die deutsche Sprache den Imperfekt kennt. Denn aktuell könnten die Voraussetzungen beider Klubs kaum unterschiedlicher sein: Während sich an der Spitze der Bundesliga-Tabelle Bayer 04 Leverkusen & Co. einen spannenden Titelkampf liefern, kriselt der amtierende Meister VfL Wolfsburg im Schatten dieser sonnigen Position im Niemandsland der Liga umher, fernab von den internationalen Plätzen. Seit nunmehr acht Spielen wartet der VfL Wolfsburg auf einen Sieg. Neu-Manager Dieter Hoeneß reagierte längst auf die rasante Talfahrt und setzte Magath-Nachfolger Veh, dessen Verpflichtung sich als „Vehler" entpuppte, vor die Tür. Als Interimstrainer installierte er Lorenz Günther Köstner, der noch unter der Regie von Meistermacher Magath als Coach für die U23-Mannschaft verpflichtet worden war. Nun soll Köstner die Profis des tief gefallenen Meisters härter anfassen, als es Veh es getan hatte. Doch sorgt bereits eine strenge(re) Hand automatisch für die gewünschten Ergebnisse? Ich denke nicht. Vielmehr habe ich beobachtet, dass sich bei den „Wölfen" ein Sättigungsgefühl eingestellt hat. Grafite & Co. sind nach dem Gewinn der Meisterschaft nicht mehr erfolgshungrig, zumal man realisiert hat, dass die vergangene Saison mit dem aktuellen Kader keinesfalls zu toppen ist. Auch das unglückliche Aus in der Champions-League liegt den „Wölfen" noch schwer im Magen. Die Lage beim VW-Klub ist zum Bersten angespannt. Die Vereins-Bosse reden sogar schon vom Abstiegskampf. Im „Wolfsbau" herrscht absolutes Chaos. Nur Erfolgserlebnisse können verhindern, dass sich die „Wölfe" nicht bald gegenseitig zerfleischen.
Neun Pflichtspielsiege am Stück, davon sieben in der Fußball-Bundesliga, insgesamt 13 Ligaspiele in Serie ohne Niederlage - so lautet die eindrucksvolle Bilanz des FC Bayern München. Nach dem schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren herrscht beim Rekordmeister pure Gelassenheit. Das einzige, was van Gaal & Co. derzeit Probleme bereitet, ist die lange Unterhose von Superstar Arjen Robben. Verständlich: Denn der DFB will dem niederländischen Publikumsliebling an die Wäsche. Nach drei erfolgreichen Spielen in wolligem Weiß fordert der DFB nun eine „Einheitlichkeit in der Farbe". Auf dem Platz sucht die Millionentruppe aus München aber vergeblich nach einem echten Gegner: Sobald die Bayern das Spielfeld betreten, entweicht den potenziellen Widersachern jede Stärke. Mit etwas mehr Kaltschnäutzigkeit hätte der FC Bayern in den letzten beiden Bundesliga-Partien sogar mehr als ein Dutzend Tore schießen können. Der entthronte Rekordmeister zelebriert wieder den Fußball, der ligaweit für Angst und Schrecken sorgt.
Kader / wer fehlt?
Beim VfL Wolfsburg muss man weiterhin auf die Dienste von Stammtorwart Diego Benaglio verzichten. Der Ausfall der etatmäßigen Nummer eins wiegt schwer, auch wenn Ersatzmann André Lenz - zumindest auf der Linie - eine gute Figur abgibt. Zudem fehlt auch Neuzugang Rever verletzt (Handbruch). Dafür stehen die Afrika-Cup-Teilnehmer Ziani (Algerien) und Martins (Nigeria) wieder im Kader.
Van Gaal hat hingegen erneut die Qual der Wahl: Wie schon in den letzten Wochen kann FCB-Coach van Gaal personell aus dem Vollen schöpfen und auf die erfolgreiche Startelf der letzten Spiele setzen. Franck Ribéry bleibt daher weiterhin nur die Rolle als „Joker".
Fazit:
Meister gegen Rekordmeister - doch von Spitzenspiel kann keine Rede sein. Schließlich geht der VfL Wolfsburg nur von Platz elf aus ins Rennen, der FC Bayern hingegen ist nach sieben Siegen in Folge zum Leverkusen-Jäger Nummer eins avanciert. In Anbetracht der aktuellen Tabellensituation kann daher nur von einem „halben" Spitzenspiel die Rede sein. Bei aller Kritik darf man aber nicht vergessen, dass auch der VfL Wolfsburg exzellente Einzelkönner in seinen Reihen vereint. Spieler wie Grafite, Dzeko und Misimovic können allesamt den Unterschied machen. Sofern aber die Millionentruppe aus München ihr Potenzial abruft, erleben auch die „Wölfe" eine Demonstration der Bayern-Dominanz. Die zweitschwächste Defensive der Liga wird sensationell aufgelegten Münchnern jedenfalls nichts entgegenzusetzen haben, zumal auch das Prunkstück des VfL Wolfsburg - die Offensive - immer mehr zum Sorgenkind wird. Grafite ist der Torjäger-Lauf längst abhanden gekommen und im offensiven Mittelfeld setzt Misimovic nur sporadisch Impulse. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Angriff der Bayern auf die Tabellenspitze in die nächste Runde geht und Robben & Co. den „Wölfen" das Fell über die Ohren ziehen werden. Das 1:5 aus der Vorsaison dient den Bayern dabei als pure Motivationshilfe.
Meine Wett-Empfehlung:
Ich setze auf einen Bayern-Sieg, ab Back-Quoten um 1.77.
Wem das zu riskant ist, dem empfehle ich alternativ die Lay-Wette gegen einen Sieg von Wolfsburg, bei Lay-Quoten von 5.0.
