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Bundesliga 2010 am Freitag: SC Freiburg - VfB Stuttgart

Fußball RSS / Josey / 22 Januar 2010 / Kommentar schreiben Wettbonus

Stuttgart wird auch in Freiburg Grund zum Jubeln haben

Der 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga startet am Freitagabend mit einem heißen Derby: Im badisch-schwäbischen Duell stehen sich der SC Freiburg und der VfB Stuttgart im Badenova-Stadion gegenüber (20.30 Uhr). Der VfB will seinen Aufwärtstrend fortsetzen, der SC den Absturz Richtung Tabellenende aufhalten.

Ausgangslage:
Der Aufsteiger SC Freiburg empfängt den jahrelang übermächtigen baden-würtembergischen Kontrahenten scheinbar auf Augenhöhe: beide Mannschaften stehen in der unteren Tabellenhälfte mit unmittelbarer Nähe zu den Abstiegsrängen. Dennoch ist es den Breisgauern bislang gelungen, sich im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg in der Eliteklasse zu etablieren, was dem jungen Team mit etlichen unerfahrenen und "namenlosen" Spielern nicht jeder zutraute. Trainer Robin Dutt vertraut im Kern der Meistermannschaft der letztjährigen Zweitligasaison, und setzt auch im Oberhaus auf einen spielerisch ansehnlichen Offensivstil. Dieses Konzept wird kompromisslos durchgezogen, auch von teils deftigen Niederlagen lässt sich der Sportclub nicht von seinem Konzept abbringen.
Als kompromissloser Verfechter seiner Spielidee gilt auch der neue Stuttgarter Coach Christian Gross, der nun als langjähriger Erfolgtrainer in der Schweiz endlich in der Bundesliga gelandet ist. Kurz vor Ende der Vorrunde übernahm er die kriselnden Schwaben und schaffte direkt eine bemerkenswerte Wende: mit dem Erfolg im Champions-Spiel gegen Urziceni gelang der Einstand bestens, und seitdem scheint die wochenlange Verunsicherung und Verkrampftheit im Team aus der Babbel-Ära wie weggeblasen.

Statistik:
Die Freiburger sind genauso lange ohne Heimerfolg wie Gegner Stuttgart ohne Auswärtssieg (jeweils 26./27.09.), eine Negativserie könnte am Freitagabend also reißen.
Der SC wartet zudem seit vier Bundesliga-Spielen auf einen Sieg, zuletzt setzte es Auswärtsniederlagen in Dortmund (0:1) und Hamburg (0:2). Der letzte und gleichzeitig einzige (!) Heimsieg liegt schon fast vier Monate zurück: Borussia Mönchengladbach wurde mit 3:0 besiegt. Seitdem gelang zuhause in vier Begegnungen nur ein Punktgewinn bei nur einem eigenen Treffer! Nicht umsonst belegt der Sportclub derzeit den letzten Platz der Heimtabelle mit erst fünf Punkten aus acht Begegnungen, während auswärts bereits vier (!) Siege gelangen.

Ganz anders kommt da der neuerdings wieder selbstbewusste VFB daher: seit vier Bundesliga-Spielen ungeschlagen und zuletzt überaus überzeugende 3:1-Erfolge gegen die TSG Hoffenheim und den Deutschen Meister VFL Wolfsburg stehen zu Buche. Unter dem neuen Trainer Christian Gross wurde noch nicht verloren, sah man auch beim einzigen Auswärtsspiel in Mainz bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aus, bevor Keeper Jens Lehmann bekanntermaßen "die Sicherungen durchbrannten". Allerdings gelang in dieser Saison erst ein Sieg in der Fremde (3:0 in Frankfurt), wurden in bislang acht Auswärtsbegegnungen nur sechs Treffer erzielt.

Personal:
Bei den Gastgebern ist mit einer ähnlichen Aufstellung wie am vergangenen Wochenende in Hamburg zu rechnen, als außer Banovic kein Spieler vollauf zu überzeugen wusste, es allerdings auch keine gravierenden Ausfälle gab. Eventuell könnte der lange verletzte Ömer Toprak, der zu einem ersten Kurzeinsatz kam, ebenso in die Startelf rücken wie Sturmneuzugang Demba Cisse. Dieser wurde in der Winterpause vom FC Metz für die für Freiburger Verhältnisse schon fast sensationelle Ablösesumme von 1,6 Mio. Euro verpflichtet und kam beim HSV bereits zu einem halbstündigen Einsatz. Er könnte Bechmann oder Reisinger verdrängen, wie beide nicht zu überzeugen vermochten. Dr beim Afrika-Cup weilende Sturmführer Mohammadou Idrissou wird doch schmerzlicher vermisst, als es Coach Dutt zunächst wahrhaben wollte.

Dutts Pendant Christian Gross kann auf eine immer größer werdende Auswahl an Spielern zurückgreifen: in Freiburg werden neben dem langzeitverletzten Lanig wohl nur der letztmals gesperrte Lehmann und der ebenfalls beim Afrika-Cup aktive Artur Boka fehlen. Der beim Rückrundenauftakt gegen Wolfsburg noch verletzt fehlenden Rudy und Kapitän Delpierre könnten in der Kader zurückkehren und erweitern die Optionen des Trainers zusätzlich. Die beiden Angreifer Pogrebnjak und Marica blühen seit dem Trainerwechsel regelrecht auf und dürften vor dem sich geduldenden Cacau weiterhin gesetzt sein.

Prognose:
Ich erwarte ein offenes Duell zwischen diesen Kontrahenten, allerdings dürfte der derzeitige "Lauf" die Stuttgarter leicht favorisieren. Ich traue dem VfB einen Auswärtssieg zu, mindestens aber einen Punktgewinn.
Daher rate ich zu einer Lay-Wette gegen einen Sieg des SC Freiburg (Quote 4,1).

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