Attacke auf die Bremer Schaaf-Herde!
Fußball
/ Geisterfahrer / 20 Mai 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Werder Bremen stellt auf dem Papier die international deutlich erfahrenere Mannschaft als Shakhtar Donezk. Trotzdem wird die Schaaf-Herde heute (20.45 Uhr live in Sat1) von einem Rudel ukrainischer Wölfe böse durcheinander gewirbelt. Shakhtar Donezk gewinnt den UEFA-Cup!
Was für Bremen spricht
Thomas Schaaf ist enorm erfahren. Mit seinen 10 Jahren bei Werder ist er der momentan dienstälteste Trainer der Bundesliga. Auch sein Team hat Routine in europäischen Wettbewerben, seit Jahren schon ist Werder Stammgast in Champions League oder UEFA-Cup. Im Gegensatz zu Werder steht Shakhtar erstmals in einem europäischen Endspiel. Vor dieser Saison war der größte Vereinserfolg der Ukrainer das dreimalige Erreichen des Achtelfinals im UEFA-Pokal.
Mesut Özil wird heute den Spielmacher geben. Das Gastspiel vor türkischem Publikum könnte ihn beflügeln. Es wird viel von Özil abhängen, denn nur von ihm und Frings sind entscheidende kreative Impulse beim Spiel in die Spitze zu erwarten. Insgesamt spricht für Werder, dass die Mannschaft in dieser Saison immer dann besonders gut gespielt hat, wenn es darauf ankam. Gegen große Gegner und in den Pokalwettbewerben spielt das Schaaf-Team seine Klasse aus, während es im grauen Bundesliga-Alltag oft versagte.
Was für Donezk spricht
Der rumänische Trainerfuchs Mircea Lucescu hat mit Donezk in den letzten vier Jahren bereits fünf Titel geholt und damit das Monopol von Dynamo Kiew im ukrainischen Fußball eindrucksvoll aufgelöst. Auch mit dem Finalort Istanbul verbindet Lucescu beste Erinnerungen: Sowohl mit Galatasaray als auch mit Beşiktaş Istanbul gewann er als Trainer die türkische Meisterschaft, bevor er in die Ukraine wechselte. Der Mann versteht was von Fußball und hat ein Team geformt, dessen Stärke eindeutig in der stabilen Defensive liegt. Aber auch die Sturmreihe, die komplett aus jungen Brasilianern besteht, ist nicht zu unterschätzen.
Die Statistik zeigt, dass man Shakhtar nicht auf die leichte Schulter nehmen kann: Die Ukrainer haben keines der letzten drei Spiele gegen deutsche Mannschaften verloren. 2005/06 trafen sie auf den VfB Stuttgart und feierten einen beeindruckenden 2:0-Auswärtssieg. 2004/05 spielten sie gegen Schalke 04 und kamen nach einem 1:1 im Heimspiel und einem 1:0-Auswärtssieg in die nächste Runde. Jedes dieser Duelle fand in der Amtszeit von Lucescu statt. Noch beeindruckender ist ein Blick auf die aktuelle Formkurve: Von den vergangenen 27 Spielen gewann Donezk 23. In den letzten zehn Partien gab es keine Niederlage.
Zusätzlich dürfte die Ukrainer freuen, dass mit Diego, Mertesacker und Almeida drei äußerst wichtige Leistungsträger des Bremer Spiels nicht dabei sein werden. Die sonst so gefürchtete Bremer Offensive könnte sich heute als laues Lüftchen erweisen.
Die Wett-Empfehlung vom Geisterfahrer
Das vorhandene Bremer Personal ist nicht stark genug, um die Ukrainer zu besiegen. Wenn Bremen Pech hat, wird es überrollt, wie Bayern München bei der 0:4 Niederlage in St. Petersburg vor ziemlich genau einem Jahr. Osteuropa hat enorm aufgeholt. Ich gehe davon aus, dass Donezk aus einer kompakten Abwehr heraus ein, zwei tödliche Konter setzt und der Schaaf-Herde damit das Fell über die Ohren zieht. Mit einer Lay-Wette auf Bremen (Quote um 2.9) liegt man bei diesem Pokalfinale goldrichtig!