2. Bundesliga 2010: Wetten auf Alemannia Aachen - 1. FC Kaiserslautern
2. Liga
/ Benjamin Heisenberg / 01 Februar 2010 / Kommentar schreiben Wettbonus

Lauterns Mittelfeldspieler Jiří Bílek in Aktion
Im Montagsspiel der 2. Fußball Bundesliga kommt es heute (20.15 Uhr live im DSF und In-Play bei Betfair) am Tivoli zum Kräftemessen zwischen Aachen und Kaiserslautern. Der Gast aus der Pfalz holte nur einen Punkt aus den letzten drei Spielen und will mit einem Sieg zurück an die Tabellenspitze.
Die Ausgangslage:
Nach schwierigem Saisonstart hat Alemannia Aachen zum Ende der Hinrunde seine Form (wieder-)gefunden: Das Team von Michael Krüger holte aus den letzten fünf Spielen zehn von 15 möglichen Punkten und schlug damit dem Abstiegsgespenst endgültig die Tür vor der Nase zu. War das nun die sportliche Wende für die Alemannia? Mitnichten: Erstens war die Wende vor 20 Jahren und zweitens rangiert Aachen mit 26 Punkten noch immer nur auf Rang elf - im Niemandsland der Tabelle, fernab von den anvisierten Spitzenplätzen. Auch von der "Quasi-Unschlagbarkeit" vor heimischer Kulisse ist kaum noch etwas zu sehen, der Aachener Tivoli ist längst keine "Festung" mehr. Mit drei Heim-Niederlagen hat Aachen bereits ebenso viele Niederlagen kassiert wie in der gesamten vergangenen Saison. Ein Blick auf das Torverhältnis (19:20) offenbart die grundlegende Schwäche: Die Offensive! Zwar steht die Abwehr oft felsenfest, doch dafür ist das Sturmproblem umso größer. Ausschließlich die Abstiegskandidaten RW Oberhausen (16 Tore), TuS Koblenz (18 Tore), FSV Frankfurt (14 Tore) und RW Ahlen (11 Tore) haben noch weniger Treffer erzielt. Stürmer Benjamin Auer kann zwar bislang sieben Saisontore auf seinem Konto verbuchen, doch insgesamt fehlt Aachen einfach die Qualität, Spiele zu gewinnen.
Wie schon in der Saison 2008 / 2009 spielte der 1. FC Kaiserslautern eine fast perfekte Hinrunde. Die Kurz-Elf musste sich ausschließlich gegen Fortuna Düsseldorf (10. Spieltag, 0:2) und den FC Augsburg (17. Spieltag, 4:1) geschlagen geben. Doch beim Herbstmeister der 2. Liga geht die Angst um einen neuerlichen Absturz um. Nach drei sieglosen Spielen in Folge spürt man den Atem der Verfolger im Nacken. Der komfortable Vorsprung von neun Punkten auf Relegationsplatz 3 ist geschmolzen, der FC St. Pauli hat mit 42 Punkten vorerst die Tabellenführung übernommen. Auf dem 3. Platz lauert der ambitionierte FC Augsburg, der sich beim 3:1-Erfolg über Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld erneut in Aufstiegsform präsentierte. Und mit der Arminia aus Bielefeld, Sensationsaufsteiger Fortuna Düsseldorf und dem MSV Duisburg wittern gleich drei 34-Punkte-Teams Morgenluft. Somit droht den „Roten Teufeln" ein ähnliches Los wie in der vergangenen Saison, als nach Platz zwei in der Hinrunde der Aufstieg in der 2. Saisonhälfte kläglich verspielt wurde. Die Partie am Aachener Tivoli hat daher richtungsweisenden Charakter. Gewinnt der 1. FCK, erobert er nicht nur die Tabellenführung zurück, sondern würde den Abstand auf Relegationsplatz drei auf immerhin sechs Punkte ausbauen. Zudem wäre ein Dreier Balsam für das angeknackste Selbstvertrauen. Für reichlich Ansporn ist in jedem Fall gesorgt, denn nach drei sieglosen Spielen soll endlich der Knoten platzen - die „Roten Teufel" brennen auf das erste Tor im neuen Jahr.
Kader / wer fehlt?
Gastgeber Aachen wurde zuletzt heftig vom Verletzungspech gebeutelt. Manuel Junglas erlitt im ersten Rückrundenspiel gegen den Karlsruher SC einen Kreuzbandriss und fällt für den Rest der Saison aus. Wenige Tage später riss Timo Achenbach im Training das Außenband im Knie. Der Linksverteidiger fehlt sechs Wochen und ist bereits der neunte (!) Alemanne, der in der laufenden Saison eine schwere Knieverletzung erlitt. Trainer Michael Krüger und Sportdirektor Erik Meijer reagierten auf diese Verletzungsmisere und verpflichteten mit Allan Jepsen einen Bundesliga erfahrenen Defensivakteur. Somit kann Michael Krüger - abgesehen von den Langzeitverletzten - aller Voraussicht nach auf alle Spieler zurückgreifen. Lediglich hinter Ex-Lauterer Aimen Demai steht noch ein kleines Fragezeichen. Der Franzose hat sich unter der Woche eine Oberschenkelverhärtung zugezogen, wird aber höchstwahrscheinlich zur Verfügung stehen.
Dagegen hat sich die Zahl der Ausfälle beim 1. FC Kaiserslautern deutlich reduziert: Die Angreifer Erik Jendrisek und Adam Nemec stehen nach Verletzung bzw. Gelb-Sperre wieder zur Verfügung. Auch im Mittelfeld hat FCK-Coach Marco Kurz eine weitere Option. Georges Mandjeck ist nach dem Viertelfinal-Aus seiner Kameruner beim Afrika-Cup wieder zur Mannschaft gestoßen und könnte schon in Aachen wieder zum Kader gehören.
Fazit:
Alemannia Aachen hat sich im gesicherten Mittelfeld etabliert und will gegen Lautern erneut zum Favoritenschreck mutieren. Doch die „Roten Teufel" benötigen nach einer Durstrecke von drei Spielen ohne Sieg unbedingt ein Erfolgserlebnis. Für die Mission „Punkten am Tivoli" steht FCK-Coach Marco Kurz nahezu sein kompletter Kader - bis auf die länger verletzten Profis - zur Verfügung. Zudem werden aus der Pfalz rund 1.500 Schlachtenbummler erwartet, die alles daran setzen werden, drei Punkte aus der Kaiserstadt zu entführen. Um den sehr körperbetont spielenden „Roten Teufeln" Paroli zu bieten, muss Aachen über die Schmerzgrenze hinaus gehen. Die Tatsache, dass Aachen selbst das Spiel machen will, sehe ich übrigens als klaren Vorteil für den konterstarken 1. FCK. Einen Heim-Sieg schließe ich für heute aus. Mit viel Dusel erkämpft sich die Alemannia höchstens einen Punkt.
Meine Wett-Empfehlung:
Ich setze im Asiatischen Handicap auf „Kaiserslautern -0", ab schönen Back-Quoten um 1.96. Dies bedeutet, dass bei einem Sieg von Kaiserslautern die besagte Quote ausbezahlt wird, bei einem Unentschieden aber weder Gewinn noch Verlust entstehen.